Tag 7: 

Die Nacht am Evolution Lake wurde kein großer Erfolg: Auf der linken Seite hat mir das Knie weh getan, auf dem Rücken hat mir der Nacken weh getan, die rechte Seite war eh blöd; und wenn ich dann doch mal eingeschlummert bin, dann kam wieder irgendein Windstoß und ist mir entweder über’s Gesicht gestrichen oder hat am Tarp gerüttelt. Also war nicht so toll. 

[…] Ich hoffe jetzt vor allen Dingen auch, dass ich, obwohl die nächsten Nächte alle über 11000 ft liegen werden, es wieder schaffe, einen geschützten Ort, vielleicht auch mal wieder mit ein paar Bäumen zu finden. 

Das sind so die kleinen Dinge, die den Wanderer plagen. Aber was soll’s, ich bin ja zum Gehen hier und nicht zum Schlafen.

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Daher machte ich mich nach dem üblichen Frühstück (Haferflocken mit Instant-Milch, Kekse mit Ernussbutter) auch gleich auf den Weg. Heute galt es, die Glacier Divide zu überwinden. Der John-Muir-Trail umgeht dieses Hinderniss, folgt dem Evolution Valley nach Westen und verlässt zunächst die Hochgebirgsregion. Genau an der Stelle, an der der Trail steil vom Evolution Basin ins Evolution Valley absteigt, zweigt die High Route ab.

Morgenstimmung am Evolution Lake

Morgenstimmung am Evolution Lake

Über bewaldete, voneinander durch Granitklippen getrennte Bänder und Terassen quert man oberhalb des Tales nach Westen, um dann durch ein nach Norden führendes Hochtal Snow Tongue Pass zu erreichen, wo man die Glacier Divide überschreitet.

Blick über das Evolution Valley von seinem Nordrand aus

Blick über das Evolution Valley von seinem Nordrand aus

Die Orientierung ist in diesem Abschnitt nicht ganz einfach und so verstieg ich mich auch leicht, bog zu früh nach Norden ab und endete anstatt am Boden des Tals ziemlich hoch an seinem Osthang. Da ich wenig Lust hatte, alles wieder abzusteigen, versuchte ich stattdessen nach Norden in Richtung Pass zu queren. Es gelang mir auch, einen Großteil des Abstiegs zu vermeiden, dafür musste ich einige nicht ganz feste Blockhalden queren. Kein großer Spaß und ziemlich zeitraubend, so dass ich den Pass erst viertel vor eins erreichte.

Hmm, etwas zu hoch - ich hätte eigentlich direkt oberhalb des Sees entlang wandern sollen

Hmm, etwas zu hoch – ich hätte eigentlich direkt oberhalb des Sees entlang wandern sollen

Während einer Pause genoss ich den beeindruckenden Blick über das weite Humphreys Basin. Was für ein Kontrast zum bewaldeten Evolution Valley! Dominiert wird diese Hochfläche vom östlich gelegenen Mount Humphreys. Dieser ist mit seinen 13986 ft (4263m) zwar etwas niedriger als einige andere Sierra-Gipfel, aber kaum ein anderer Berg ist so wuchtig wie dieser einsame Koloss.

Blick hinunter von Snow Tongue Pass: Im Vordergrund die Wahoo Lakes, dahinter Humphreys Basin, im Hintergrund Desolation Lake und rechts Mount Humphreys

Blick hinunter von Snow Tongue Pass: Im Vordergrund die Wahoo Lakes, dahinter Humphreys Basin, im Hintergrund Desolation Lake und rechts Mount Humphreys

Der nordseitige Abstieg beginnt mit einer extrem brüchigen, steilen Passage, in der man bei jedem Schritt eine kleine Gerölllawine auslöst. Hat man diese mit der nötigen Vorsicht gemeistert, gelangt man an ein Schneefeld und kurz darauf beginnt das, was Roeper als „horrible, endless talus“ bezeichnet. Und das trifft es ziemlich gut: Chaotisch geformte Blöcke von Koffer- bis Autogröße sind hier übereinandergestapelt, jeder Schritt erfordert genaues Treten und entsprechend mühsam ist das Fortkommen. Immerhin sind die allermeisten Blöcke fest, nur ein, zwei Mal bewegte sich etwas, was sich nicht hätte bewegen sollen. An einigen Stellen waren die Blockhalden durch Schnee mit tiefen Suncups unterbrochen, auf dem man auch nicht richtig gehen konnte – es war wirklich kein Spaß.

Von ziemlich furchtbaren Blockhalden aus blicke ich zum Pass zurück

Von ziemlich furchtbaren Blockhalden aus blicke ich zum Pass zurück

Zu allem Überfluss knickte ich nach einem ungenauen Tritt mit dem rechten Fuß relativ weit um. Ich ärgerte mich über diesen Fehler, war das doch genau die Art von Unachtsamkeit, die diese Tour vorzeitig beenden konnte. Schließlich erreicht ich den Ausfluss des untersten Wahoo Lakes und kurz darauf konnte ich meine Füße wieder auf Granitplatten und grasige Hänge setzen. Was für eine Erleichterung!

Blick über Humphreys Basin und Mount Humphreys

Blick über Humphreys Basin und Mount Humphreys

Im Tal angekommen überschritt ich Piute Creek und erreichte kurz darauf den in Ost-West-Richtung verlaufenden Piute Pass Trail. Etwas überraschend traf ich genau an der Stelle, an der ich den Trail überqueren wollte, einen anderen Wanderer. Es war ein Kanada lebender Schotte, mit dem ich kurz Neuigkeiten austauschte und der mich durch seinen Hinweis auf einen wackelnden Trittstein vor einem Bad im nächsten Bach bewahrte.

Rückblick auf die Glacier Divide

Rückblick auf die Glacier Divide

Nach Norden über das karge Grasland wandernd gewann ich langsam wieder an Höhe. Nach Süden bot sich nun ein eindrucksvoller Blick auf die abweisende Glacier Divide, östlich thronte nach wie vor Mount Humphreys. Eigentlich war mein Tagesziel der erste See hinter dem nächsten Pass, aber als ich um 17:30 Uhr Mesa Lake erreichte, beschloss ich, dort zu bleiben, denn ich wollte nicht riskieren, in die Dunkelheit hinein zu wandern. Bäume gab es hier zwar auch nicht, aber sonst war es schön hier.

Mein Lager am Mesa Lake

Mein Lager am Mesa Lake

Mount Humphreys im Abendlicht

Mount Humphreys im Abendlicht

Was für einsamer, wunderschöner Ort

Was für einsamer, wunderschöner Ort

Mein Kommentar im Audio-Tagebuch: Es ist wahrscheinlich der abgelegenste und einsamste Ort, an dem ich je übernachtet habe. Aber man muss auch sagen, die Aussicht ist schon absolut gigantisch.

… Ich bin jetzt genau einen Tag hinter dem Zeitplan. Jetzt mal gucken, wie es weitergeht, die nächsten Tage sind auch alle verflucht lang geplant, und ob ich das schaffe. Das Ganze hier ist schon eine ziemliche Herausforderung; kann einen ganz schön fertig machen, diese Tour. Gut, aber vielleicht bin ich auch gerade deswegen hier. 

Das letzte Alpenglühn an der Glacier Divide

Das letzte Alpenglühn an der Glacier Divide

Tag 8:

Die Abgeschiedenheit und grandiose Kulisse des Mesa Lake wird mir sicherlich in Erinnerung bleiben. Als ich morgens gerade dabei war, meine Füße zu tapen, ließ ein Kojote sein durchdringendes Heulen ertönen. Ich war froh, dass er das nicht schon abends gemacht hatte, denn ich war mir nicht sicher, ob ich sonst so gut geschlafen hätte. Kojoten sind zwar harmlos, aber unheimlich klang es doch. So war es die perfekte klangliche Untermalung dieser einsamen Gegend.

Als ich schließlich aufbrach, stellte ich fest, dass nach dem Umknicken vom Vortag mein rechtes Sprunggelenk bei jedem Schritt schmerzte. Das war ziemlich unangenehm und zwang mich zu besonders konzentriertem Auftreten. Aber mit der Erfahrung von drei Bänderrissen (nicht beim Wandern passiert) wusste ich, dass nichts so richtig kaputt war und ich meine Wanderung fortsetzen konnte.

Mein erstes Ziel am heutigen Tag war Puppet Pass, den ich bereits nach 40 Minuten erreichte. Ein letztes Mal genoss ich den Blick auf die Glacier Divide, dann machte ich mich an den Abstieg zum Puppet Lake. Etwas unterhalb dieses Sees, im Abstieg zum Elba Lake, kam ich an ein hartgefrorenes Schneefeld; hier war ich zum ersten Mal wirklich froh, die Grödel dabei zu haben, ohne die ich hier kaum herunter gekommen wäre.

Blick von Puppet Pass hinunter auf Puppet Lake und seine Nachbarn

Blick von Puppet Pass hinunter auf Puppet Lake und seine Nachbarn

Unterhalb des Schneefeldes stieg ich über einen fels- und gerölldurchsetzten Grashang ab. An einer Stelle – dünne Geröllauflage auf hartem Untergrund – hatte ich den Körperschwerpunkt zu weit hinten, mir zog es die Beine weg und ich fiel auf den Hintern. Dummerweise landete ich genau auf einem aus dem Hang ragenden, spitzen Felsen, was einerseits zu intensiven Schmerzen führte und andererseits dazu, dass meine Hose an ungünstiger Stelle riss.

Nachdem ich mich von den Schmerzen erholt hatte, setzte ich meinen Abstieg fort, am Elba Lake vorbei und dann durch einen Waldhang hinunter in den French Canyon. Nach Überqueren des Flüsschens im Talgrund, erreicht ich den Pine Creek Pass Trail, auf dem ich nun etwa eine Meile nach Süden (!) wanderte, bis ein unauffälliger Pfad nach Westen abbog und hinauf zum Merriam Lake führte.

Während des Anstiegs zum See entschädigten mich schöne Ausblicke auf den bereits wieder in die Ferne gerückten Mount Humphreys für die beständigen Schmerzen in Sprunggelenk und Hinterteil. ‚Tja,‘ dachte ich mir, ‚das ist das Problem, wenn man sich ein Abenteuer wünscht: Manchmal bekommt man dann auch eines.‘

Erste Wolken sammeln sich um Mount Humphreys; später wird es noch regnen

Erste Wolken sammeln sich um Mount Humphreys; später wird es noch regnen

Am Merriam Lake wendet sich die High Route wieder in die allgemeine Vorzugsrichtung – nach Norden. An weiteren Seen vorbei erklomm ich Feather Pass (12350 ft, 3764m), wo ich viertel nach zwei ankam. Der Rückblick offenbarte kurze aber starke Niederschläge im Humphreys Basin, während ich glücklicherweise trocken blieb. Der Abstieg ins Bear Lake Basin hatte dann nicht viel mit den Beschreibungen in Ropers Buch zu tun, denn das Tal war bis zum ersten See des Beckens – Bear Paw Lake – fast vollkommen schneebedeckt (natürlich wieder mit Suncups, sonst wäre es ja zu einfach).

Die Berge hier (hier: Feather Peak) sehen so aus, als seien sie beim letzten Felsen-Mikado übriggeblieben

Die Berge hier (hier: Feather Peak) sehen so aus, als seien sie beim letzten Felsen-Mikado übriggeblieben

Der Abstieg von Feather Pass zu Bear Paw Lake und Ursa Lake; im Hintergrund Mount Hilgard

Der Abstieg von Feather Pass zu Bear Paw Lake und Ursa Lake; im Hintergrund Mount Hilgard

Auf Bear Paw Lake folgte der ebenso idyllisch gelegene Ursa Lake. Hier galt es, zwischen steilen Granitklippen eine grasige Rinne zu ersteigen, von deren oberem Ende aus sich erstens ein guter Blick auf die beeindruckenden Seven Gables bot und zweitens Black Bear Lake gut erreichen ließ. Von dort aus wiederum erstieg ich einen etwas unübersichtlichen Hang und fand mich schließlich oberhalb von White Bear Lake wieder, einem ausgesprochen einsamen See. Dahinter bildete ein schneebedeckter Sattel den nächsten Übergang: White Bear Pass.

Vorne Big Bear Lake und Seven Gables im Hintergrund

Vorne Big Bear Lake und Seven Gables im Hintergrund

Der schneebedeckte White Bear Pass

Der schneebedeckte White Bear Pass

Kaum passierbare glatte Granitplatten umgehend, stieg ich nach Nordwesten zum Brown Bear Lake ab. Gegen sechs erreichte ich sein westliches Ufer, an dem ich mein Nachtlager aufschlug. Neben Lager aufbauen und kochen war heute auch nähen angesagt, bevor ich mich nach kurzem Genuss des wieder einmal wundervollen Sternenhimmels in mein Lager zurückzog.

Ich nähe meine Hose wieder zusammen; im Hintergrund der Abstieg vom White Bear Pass

Ich nähe meine Hose wieder zusammen; im Hintergrund der Abstieg vom White Bear Pass

Gespiegeltes Alpenglühen

Gespiegeltes Alpenglühen

Tag 9:

Trotz der bärigen Namen der umgebenden Seen blieb ich auch in dieser Nacht von unliebsamem Besuch verschont. Zwanzig nach sieben machte ich mich wieder auf den Weg. Zunächst querte ich am Teddy Bear Lake vorbei ins Tal der Hilgard Branch des Bear Creek. Dort traf ich auf den Italy Pass Trail, dem ich zum Lake Italy folgte, der so heißt, da seine Form mit etwas Phantasie dem italienischen Stiefel ähnelt.

Lake Italy und Mount Julius Caesar

Lake Italy und Mount Julius Caesar

Östlich des Sees verläuft der Sierra Crest, also die Hauptwasserscheide des Gebirges zwischen Pazifik im Westen und dem endorheischen Great Basin im Osten; nördlich des Sees verläuft die Mono Divide. Den Kreuzungspunkt der beiden Kämme bildet der elegante Mount Abbot. Westlich davon thront Mount Gabb über dem Nordufer des Sees und zwischen den beiden Gipfel liegt Gabbot Pass, heute mein erstes Ziel.

Links Mount Gabb, rechts im Hintergrund Mount Abbot, dazwischen Gabbot Pass

Links Mount Gabb, rechts im Hintergrund Mount Abbot, dazwischen Gabbot Pass

Der Anstieg zum 12200 ft (3718m) hohen Pass führt erstaunlich sanft über Wiesenhänge und Granitplatten vom Ostende des Sees hinauf. Ganz entspannt kann man den Übergang über die Mono Divide erreichen. Mount Abbot lockte mit seinem direkt vom Pass hinaufziehenden Grat, doch leider hatte ich keine Zeit für einen Besteigungsversuch.

Am Gabbot Pass mit Mount Abbot im Hintergrund, an dem ich mich sehr gerne versucht hätte

Am Gabbot Pass mit Mount Abbot im Hintergrund, an dem ich mich sehr gerne versucht hätte

Wahrscheinlich kann man die High Route noch mehr genießen, wenn man sich etwas mehr Zeit für sie nimmt. Man könnte dann einige kurze Tage einschieben und hätte auch Gelegenheit, einige der interessanten Gipfel zu besteigen, an denen man vorbeikommt. Andererseits sind 12 Tage schon so ziemlich das Maximum, für das ich noch Essen mitschleppen möchte. Wenn man langsamer geht, müsste man wohl einen Abstecher zu einem zusätzlichen Nachschubpunkt machen.

Der nordseitige Abstieg von Gabbot Pass war wieder einmal schneereich, aber unschwierig. Am späten Vormittag erreichte ich Lower Mills Creek Lake. An diesem Bergsee musste ich aufgrund akuter landschaftlicher Schönheit eine Pause einlegen, bevor ich den Abstieg ins Second Recess anging, eines von vier Hängetälern, die südwärts vom Tal des Mono Creek abzweigen.

Die Nordseite von Gabbot Pass; ganz im Hintergrund sind Mount Ritter und Banner Peak zu erkennen

Die Nordseite von Gabbot Pass; ganz im Hintergrund sind Mount Ritter und Banner Peak zu erkennen

Der idyllische Lower Mills Creek Lake

Der idyllische Lower Mills Creek Lake

Vom Lower Mills Creek Lake führt ein Pfad hinunter ins Second Recess. Roper schreibt, es sei aufgrund umgestürzter Bäume stellenweise schwierig, diesem zu folgen. Die Bäume bereiteten mir keine Schwierigkeiten, wohl aber die Tatsache, das ich den Pfad oft einfach nicht finden konnte. So ging es dann teilweise auf dem Pfad, teilweise auch irgendwie und ziemlich steil 1800 ft hinunter. Im Second Recess angekommen, gab es dann auch wieder einen richtigen Trail, der zum Mono Creek hinabführte. Letzteres tat er ziemlich direkt und so stand ich schließlich etwas ratlos vor dem rasch dahinfließenden Flüsschen. Etwas flussaufwärts wurde es von einem mächtigen Baumstamm überspannt, aber trotz einem kurzen Ausflug ins Unterholz wurde mir nicht klar, wie ich dorthin kommen sollte.

Mittlerweile war es schon nach 15:00 Uhr und ich wollte nicht noch mehr Zeit mit Herumsuchen vergeuden. Also Schuhe aus, Hosen an den Knien abgezippt und Watschuhe an. Letztere waren für diesen Zweck eigentlich weitgehend ungeeignet und qualifizierten sich nur durch ihr geringes Gewicht für diese Aufgabe.

Mono Creek

Mono Creek

... und wie ich ihn durchquerte

… und wie ich ihn durchquerte

Der Mono Creek hatte zwar eine recht starke Strömung, war aber nur etwas mehr als knietief, so dass ich ohne größere Probleme an seinem nördlichen Ufer ankam. Nachdem meine Füße getrocknet waren, folgte ich dem Mono Creek Trail ein kurzes Stück nach Westen und bog dann nordwärts auf den Laurel Creek Trail ab. Wer immer auch diesen Weg angelegt hat, hatte es anscheinend ziemlich eilig, das Tal zu verlassen. Die ersten 1000 ft sind irre steil. ‚Stahlseil dran und es geht als Klettersteig durch‘, dachte ich mir, als ich in der Nachmittagshitze da hoch schnaufte.

Weiter oben wird es dann angenehmer, dafür verschwand der Trail bald. Zum Glück war die Richtung klar und so wanderte ich durch herrliche Wald- und Wiesenlandschaft nach Norden bis zum ebenso schönen Laurel Lake, den ich um sechs erreichte – genau richtig für das letzte Tagesziel.

Das Tal des Laurel Creek mit Second Recess im Hintergrund

Das Tal des Laurel Creek mit Second Recess im Hintergrund

Zum Laurel Lake ist es nicht mehr weit; dahinter ragt Red and White Mountain empor

Zum Laurel Lake ist es nicht mehr weit; dahinter ragt Red and White Mountain empor

Unweit des Seeufers traf ich zu meiner Überraschung drei andere Wanderer – Ed, Loy und Jacob. Wir kamen ins Gespräch und teilten uns schließlich das Camp. Schon bald stellte sich heraus, dass Ed, der hier schon seit über vierzig Jahren regelmäßig unterwegs war, fast jeden Stein in der Sierra kennt. Mit Mitte 50 hatte er angefangen, die High Route in Abschnitten zu begehen. Diesen hier kannte er noch nicht und die drei hatten vor, nach einem Angeltag am nahegelegenen Grinnell Lake übermorgen Bighorn Pass zu überschreiten, der bei mir morgen früh anstand.

Wir unterhielten uns noch, als bereits die Milchstraße über uns stand und ich ging erst gegen zehn schlafen. Welch wilde Nacht! Später wurde mein Schlaf nur kurz durch ein leichtes Erdbeben erschüttert.

Der nächste Teil der Geschichte folgt hier.