Zweierlei Traumberg – ein Jahresrückblick

Jahresrückblick 2012

Das Jahresende naht und der Blick richtet sich einerseits nach vorn auf die Vorhaben für 2013, andererseits auch zurück auf 2012. Für den Autor dieses Blogs war es ein ungewöhnlich ereignisreiches Jahr – um so schöner, dass trotzdem Zeit zum  Bergsteigen geblieben ist. Im Mittelgebirge war ich zwar deutlich weniger unterwegs als 2011, im Hochgebirge dafür mehr: 32 Tage, 32 000 Höhenmeter und 31 Gipfel sind jeweils neue persönliche Bestmarken.

Unterwegs im verschneiten Erzgebirge

Gegenverkehr am Gipfel des Schneebigen Nock

Das Bergjahr 2012 begann Mitte Januar mit einer herrlichen Skitour im Karwendel, der ersten, die ich ohne Bergführer anging. Nach weiteren Touren im März erreichte ich dann zu Ostern mit Magerstein und Schnebigem Nock meine beiden bislang höchsten und schönsten Skigipfel, insbesondere letzterer war ein unerwarteter und darum um so schönerer Erfolg. Die emotionalen Höhepunkte des Jahres spielten sich jedoch ohne Ski ab: Eine (hier nicht veröffentlichte) wunderschön wilde, dreitägige Wanderung durch die Sächsische Schweiz im April, die lang erträumte Besteigung der Großen Zinne im Juni und die noch länger erträumte Besteigung des Balmhorns im September. Die Große Zinne stellte für Boris und mich die größere Herausforderung dar, das Balmhorn hingegen spukte mir schon deutlich länger (seit 1997) im Kopf herum. Einen Gipfel zu erreichen, von dem man lange geträumt, den man immer wieder von unten bewundert hat und dessen Besteigung auch eine angemessene Herausforderung darstellt, ist ein besonders schönes und intensives Erlebnis.

Sonnenuntergang in der Sächsischen Schweiz

Die Naunspitze thront über dem frühlingshaften Inntal

Frühjahrsnebel in der Sächsischen Schweiz

Sommerklettern im Erzgebirge

Dolomitenpanorama vom Gipfel der Großen Zinne

Blick auf den Walchsee

Apropos Herausforderung: Die größte war in diesem Jahr unzweifelhaft die Begehung des Hohlaubgrates am Allalinhorn. Eigentlich keine schwere Tour, bei den herrschenden Verhältnissen und unserer begrenzten Hochtourenerfahrung aber eine vielseitige Herausforderung und somit recht abenteuerliche Tour.

Auch der Herbst hielt anschließend einige herrliche Bergtage bereit, Höhepunkt dieser Saison war die Überschreitung der Arnspitzen mit Mark, dem Partner für Novembertouren. Den Abschluss des Bergjahres markierte dann eine Pistenskitour auf den Patscherkofel (2246 m) bei Innsbruck am 29. Dezember.

Nach 2011 war es das zweite Jahr, in dem ich zu jeder Jahreszeit unterwegs war, dieses Mal jedoch meist in den Alpen. Insgesamt hatte ich erstaunliches Glück mit Wetter und Verhältnissen, so dass ich die meisten meiner Ziele erreichen konnte. So war es ein schönes Jahr mit meist erfolgreichen und immer erlebnisreichen Unternehmungen. Der dahingehende Wunsch aus dem letzten Jahr hat sich also erfüllt und sei hiermit für 2013 erneuert. Ähnliches wünsche ich meinen Lesern.

Gardasee mit Bergschatten

Blick vom Patscherkofel über das Inntal

Schließlich möchte ich mich an dieser Stelle bei allen meinen Berg- und Kletterpartnern des vergehenden Jahres bedanken, bei den Menschen, mit denen ich Müsliriegel und Schoki, Expressen und Seil, Vertrauen, gelegentlichen Frust und viel Freude geteilt habe. Es war mir ein Vergnügen, mit Euch unterwegs zu sein.

3 Kommentare

  1. Hallo Hannes,
    ein schöner Rückblick. Die große Zinne war auch für mich 2012 eines der schönsten Bergerlebnisse.
    Liebe Grüße, auf ein schönes 2013
    Monika

  2. Hallo Hannes,

    Gratulation zum gelungenen Bergjahr 2012! Ich hoffe, wir können auch außerhalb des Novembers Touren zusammen unternehmen. Ein Versuch wäre es wert. 😉

    Viele Grüße
    Mark

  3. Danke Mark! Ich stimme Dir zu, dass auch die anderen 11 Monate bei der Planung gemeinsamer Touren berücksichtigt werden sollten. 🙂 Für 2013 bin ich optimistisch, dass wir das hinkriegen!

    Schöne Grüße
    Hannes

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