Ersatzgipfel mit Tiefschnee

Skitour im Karwendel am 23.02.2013:

Es wurde mal wieder Zeit für eine etwas längere Skitour. Und so nahmen sich Alex, Jochen – zwei Kollegen – und ich die Larchetkarspitze im Karwendel vor. Dieser Gipfel gilt als selten begangen und skifahrerisch lohnend – das richtige Ziel für einen Samstag, der nahezu perfekte Bedingungen versprach.

Los ging es viertel nach acht in Scharnitz, das uns mit den üblich frostigen Temperaturen empfing. Nachdem wir die Ski vom Parkplatz bis zum Forstweg getragen hatten, begannen wir den Aufstieg zur Pleisenhütte, die wir nach knapp zwei Stunden erreichten. Zunächst hingen noch Wolken zwischen den Gipfeln, doch zusehends klarte es auf. Und kurz nach unserer Pause an der Hütte schien sogar die Sonne.

Waldaufstieg unterhalb der Pleisenhütte

Beeindruckende Eiszapfen zieren das Hüttendach; dahinter ist es noch trüb

Hinter der Hütte folgten wir zunächst der Spur auf die Pleisenspitze und bogen dann nach rechts ab, um ins Mitterkar zu queren. Auch hier war schon gespurt, was mehr Komfort und weniger Einsamkeit versprach, als wir erwartet hatten.

Larchetkarspitze voraus!

Kurz darauf erreichten wir das herrlich weite Kar, an dessen nordöstlichem Ende sich der Felszahn der Larchetkarspitze erhebt. Zu meinem Erstaunen waren bereits zehn andere Skibergsteiger dorthin unterwegs – die Bedingungen an diesem Tag waren anscheinend schon zu gut! Mittlerweile hatten mich Alex und Jochen etwas abgehängt und so konnte ich nur hinterherschauen und -laufen, als ich eine kleine Kuppe erreichte und sah, dass die beiden die Spur verlassen hatten und nach Westen abgebogen waren, wo noch unberührte Hänge warteten.

Die Wolken haben sich aufgelöst

Steil geht es hinauf zum Grat

Statt zur Larchtekarspitze stiegen wir nun also den steilen Hang hinauf zum Verbindungsgrat zur Pleisenspitze. Dort ließen wir die Ski zurück und bestiegen zu Fuß einen Gratgipfel (ca. 2500m). Dieser hat zwar keinen Namen, hatte dafür aber außer uns keinen weiteren Besuch. Schön war es hier oben. Die Aussicht über das Karwendel war ungetrübt, während zwischen den Voralpen noch der Nebel hing. Lange blieben wir jedoch nicht hier und stiegen für unsere Gipfelpause lieber in eine windgeschützte Scharte ab.

Das letzte Stück zu unserem Gratgipfel legten wir zu Fuß zurück

Am Gipfel; hinter mir die Pleisenspitze

Der Schnee für die Abfahrt war eigentlich nicht schlecht (nur ganz leicht verharscht), aber ich hatte einfach keinen guten Tag und stolperte mehr hinunter als dass ich fuhr. Dementsprechend fuhr ich dann auch lieber gleich zur Hütte ab, anstatt wie die anderen beiden noch einmal den Steilhang zu besteigen.

Während der Abfahrt öffnete sich der Blick auf Mieminger und Wetterstein, wo sich schon die nächsten Wolken sammelten

Auf der Terrasse der Pleisenhütte warteten dann Getränke und Kuchen und am Anfang auch viel Sonnenschein. Leider jedoch zog es mit der Zeit wieder zu und wurde kalt, so dass ich nichts dagegen hatte, bald abzufahren, als Alex und Jochen zu mir stießen. Die Forstweg- und Waldabfahrt gelang mir dann zum Glück deutlich besser als der obere Teil und machte richtig Spaß. Doch schließlich kamen wir an die Straße und es hieß, die Ski zu schultern und diesen schönen Skitourentag mit einem Spaziergang zurück nach Scharnitz zu beschließen.

2 Kommentare

  1. hallo hannes,

    wie ich lese habt auch ihr die ski geschultert 😉
    tolle bilder. ins karvendel muss ich mal!

    wünsch dir ein tolles wochenende

  2. Hallo Magdalena, geschulter haben wir, ABER nicht weil wir ungenügend ausgerüstet waren. 😉

    Das Karwendel kann ich empfehlen; im Rahmen meiner Ortskenntnisse (die hoffentlich noch zunehmen werden) gebe ich auch gerne Tipps.

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