Skitour im Ammergebirge am 17.02.2013

Eigentlich hatte ich mir für das Wochenende gar nichts vorgenommen… bis mich Freitag Nachmittag eine Kollegin auf den Wetterbericht für Sonntag hinwies. Also eine Tour herausgesucht, Claudia motiviert, sie und ihre brandneuen Tourenski ins Auto geladen und ins Ettal gefahren, um auf die Scheinbergspitze zu steigen.

Nach Stau am Autobahnende fanden wir uns erst um neun am Parkplatz ein, kamen dann aber zügig los. Erst auf einem Ziehweg, dann auf schmaler Spur stiegen wir durch den Wald. Zunächst war der Himmel noch bedeckt und es schneite leicht, dann riss es auf und ein blauer Himmel motivierte uns zum Höhersteigen.

Durch den Wald hinan
So schön kann das winterliche Gebirge sein
Blick zurück ins Graswangtal

Ab 1350m wird der bewaldete Rücken, auf dem man aufsteigt, allmählich lichter, was wir zu einer Pause an einem sonnigen Fleckchen nutzten. Anschließend ging es gemütlich zunächst über den Rücken weiter und dann in den weiten Gipfelhang. Immer wieder begneten uns hier andere Tourengeher; einsam ist diese Tour wahrlich nicht, doch war nicht so viel los, wie ich befürchtet hatte. Inzwischen zog es leider wieder zu und der Gipfel der Scheinbergspitze war immer wieder in Wolken gehüllt.

Der Gipfelhang; dahinter der eigentliche Gipfelaufbau

Trotz des Wetters ließ ich es mir nicht nehmen, vom Skidepot aus zu Fuß gen höchstem Punkt zu stapfen. Mühsam zwar, dafür mit einem Hauch von Hochgebirgsstimmung am Grat. Die letzten Meter waren nicht ohne Drahtseilziehen zu bewältigen, doch schließlich stand ich am höchsten Punkt (1929m), genoss die kaum vorhandene Aussicht und stieg nach einer kurzen Stärkung wieder ab.

Fast geschafft, nur noch ein wenig am Drahtseil ziehen…
Zwei weitere Bergsteiger auf dem Weg zum Gipfel

Das Skidepot lag mittlerweile im Nebel, einzelne Flocken fielen vom Himmel. Als Claudia und ich uns gegen 13:30 Uhr zur Abfahrt rüsteten, erwarteten wir nur mäßigen Spaß. Doch wir hatten Glück: Nach einigen wenigen Metern Blindflug kamen wir schon wieder unter die Wolkenschicht und konnten den Rest der Abfahrt über den weiten Gipfelhang und weiter unten durch lichten Wald bei bester Sicht genießen. Der Schnee war herrlich, wenn auch schon stark verspurt. Freude machte es; und auch wenn die skifahrerische Anspruch doch schon ein anderer war als eine Woche zuvor am Herzostand, kam Claudia auch bei ihrer zweiten Skitour gut zu Tal. Gut gelaunt trafen wir nach ca. 40 min wieder am Auto ein und packten am Ende eines schönen Skitages unseren Kram zusammen.