Jetlag-Kraxeln

Wandern und Klettern im Ammergebirge am 09.05.2013

Frisch zurückgekehrt von den Philippinen hatten wir noch ziemlichen Jetlag, dazu war ich noch etwas geschwächt von einem tropischen Fieber, dass ich mir dort eingefangen hatte. Kurzum, wir waren nicht ganz fit. Aber der Tag war frei und das Wetter schön, nicht raus zu gehen kam also gar nicht in Frage.

Wir ließen es ruhig angehen und fuhren erst im Laufe des Vormittags los. Unser Ziel war Ettal (877m), von wo aus wir das beliebte Ettaler Manndl angingen. Wir mussten beide ganz schön schnaufen im Aufstieg und ich musste auf den 750 Hm sogar zwei Mal kurz anhalten. So schlapp war ich schon lange nicht mehr!

Am Einstieg; die Tour geht links herum, eine Variante führt direkt nach oben.

Am Einstieg; die Tour geht links herum, eine Variante führt direkt nach oben.

Rückblick über die 2. Seillänge

Rückblick über die 2. Seillänge

Belohnt wurden wir für die Schinderei mit Sonnenschein und schönen Ausblicken auf Ettal. Kurz vor Erreichen des Klettersteiges wandten wir uns dann nach links und stiegen zum Fuße des Westgrates auf; hier ist eine Kletterroute übers Ettaller Weibl eingebohrt. Die erste Seillänge (IV) ist zwar recht ausgesetzt aber nur sehr kurz; danach wird es schnell einfacher (2. SL III, 3. SL II), bleibt aber am Grat landschaftlich reizvoll. Da die 4. SL nur noch aus Gehgelände besteht, verzichteten wir hier auf das Seil und gingen so zum Gipfel (1633m) des Ettaler Manndl hinüber. Insgesamt war die Kletterei zwar deutlich kürzer als erwartet, für Claudia als Einstieg ins Mehrseillängenklettern und für mich als Saisoneröffnung aber recht gut geeignet; und Spaß macht sie eh, zumal der Fels überwiegend sehr gut ist.

Am Grat; links hinten das Gipfelkreuz des Ettaler Manndl

Am Grat; links hinten das Gipfelkreuz des Ettaler Manndl

Blumen am Klettersteig

Blumen am Klettersteig

Nach einer Gipfelrast mit Blick auf Staffelsee und Ammersee machten wir uns dann an den Abstieg über den Klettersteig. Anschließend wanderten wir gemütlich zurück nach Ettal, wo wir unseren Ausflug mit einem Schweinebraten beschlossen.

Kloster Ettal, dahinter die <a href="index.php?p=45">Notkarspitze</a>

Kloster Ettal, dahinter die Notkarspitze

2 Kommentare

  1. Na klar Hannes – Jetlag und tropisches Restfieber – ideale Voraussetzungen für eine Seilschaft! Mann mann mann…! Aber die Aussicht hat sich wenigstens gelohnt.

  2. Du hier und nicht in Hong Kong???
    Also Fieber hatte ich nicht mehr, war nur ziemlich platt – allerdings wahrscheinlich mehr vom Antobiotikum als von der Infektion.

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