Wanderung im Ammergebirge am 14.05.2014

Mit leichter Skepsis brachen Jochen und ich zu dieser Feierabendtour auf. Das Wetter war unbeständig gemeldet und tatsächlich erwischte uns kurz vor dem Autobahnende ein heftiger Graupelschauer. Als wir dann zwanzig vor sechs in Garmisch in Richtung Kramerspitz losgingen, war es zunächst trocken, aber schon nach ein paar Minuten setzte wieder Regen ein. Nicht so toll…

Trotzdem stiegen wir weiter auf. Nach einer halben Stunde hörte der Regen dann auch wieder auf und langsam wieder trocknend stiegen wir am Wirtshaus St. Martin (1028m) vorbei, wo die Forststraße endet. Wir waren heute in gemäßigtem Tempo unterwegs, denn Jochen, der normalerweise deutlich schneller ist als ich, war nach einer Verletzung muskulär noch etwas beeinträchtigt.

Mäßig gemütlich war es dieses Mal

Mäßig gemütlich war es dieses Mal

Auf ca. 1400m begann es leicht zu schneien und ab hier lag auch Schnee auf dem Weg. Mittlerweile wurde die Zeit knapp, um die Kramerspitze zu erreichen. Etwa eine Viertelstunde vor Erreichen des Kamms zog ich daher das Tempo an, aber der hier noch reichlich vorhandene Schnee bremste mich und der Kamm zieht sich, so dass schnell klar wurde, dass sich der Kramer heute nicht mehr ausgehen würde. Als Trostgipfel stand ich zehn vor acht immerhin auf dem 1834m hohen Mittergern. Wobei die Hauptsache ohnehin war, nach zwei Wochen Pause wieder draußen unterwegs zu sein.

Immerhin zog es dann irgendwann auf

Immerhin zog es dann irgendwann auf

Während der Wind von Nordwesten den Schnee einwehte, bot sich in die andere Richtung endlich etwas Sicht auf Garmisch und den Wetterstein. Ich blieb trotzdem nicht lang, traf im Abstieg bald auf Jochen und gemeinsam stapften wir talwärts. Angesichst der schlechten Wetterlage war es eigentlich erstaunlich schön hier. So hatten wir wohl das Beste aus diesen Verhältnissen gemacht, asl wir gegen halb elf wieder in Garmisch eintrafen.

© Fotos: Jochen