Wanderung im Estergebirge am 16.04.2015

Für die zweite Feierabendwanderung der Saison suchten Boris und ich nach einem einfachen, südseitigen Anstieg und wurden am Wank fündig. Und da keiner von uns diesen klassischen Partenkirchener Hausberg bislang besucht hatte, beschlossen wir, das nun nachzuholen.

Um abseits der Seilbahn gehen zu können, gingen wir nicht in Partenkichen los, sondern vom Parkplatz bei Höfle (910m) etwas weiter westlich. Viertel vor sechs wanderten wir hier los, zunächst dem Forstweg folgend bis zum Gschwandtnerbauern. Von hier zieht sich ein Wanderweg in angenehmer Steigung durch den Wald bis zum Sattel zwischen Wank und Rotkopf. Da es recht schwül war an diesem Abend, floss der Schweiß in Strömen. Die feuchte Luft kündigte schon das für den nächsten Tag vorhergesagte Schlechtwetter an.

Kapelle beim Gschwandtnerbauern

Kapelle beim Gschwandtnerbauern

An besagtem Sattel schwenkt der Weg nach Westen, hier lag nun auch deutlich mehr Schnee als zuvor und wir mussten etwas stapfen, bis wir zum unbedeutenden Nebengipfel Roßwank (1688m) kamen, den wir direkt von Norden angingen. Nach dieser alpinistischen Großtat konnten wir den schönen Rundblick auf Karwendel, Wetterstein und Estergebirge genießen, bevor wir weiter zum eigentlichen Wank gingen.

Direkte Nordwand des Roßwank

Direkte Nordwand des Roßwank

Der Gipfel des Wank, links dahinter die Kramerspitze

Der Gipfel des Wank, links dahinter die Kramerspitze

Den Gipfel auf 1780m erreichten wir dann kurz vor halb acht. Das Wankhaus hatte geschlossen uns so setzten wir uns für eine Brotzeit auf die Terrasse. Der Tiefblick auf Garmisch-Partenkirchen ist schon beeindruckend und auch sonst weiß die Aussicht zu gefallen. Dafür ist der Berg halt schon ziemlich verbaut.

Hoher Fricken, Bischof und Krottenkopf

Hoher Fricken, Bischof und Krottenkopf

Hochblassen, Alpspitze und Zugspitze

Hochblassen, Alpspitze und Zugspitze

Vorsicht vor dem Werdenfelser Bergkrokodil!

Vorsicht vor dem Werdenfelser Bergkrokodil!

Nach 20 Minuten brachen wir wieder auf. Kurz unterhalb kam uns ein Bergläufer entgegen, dem wir beeindruckt hinterher blickten. Der weitere Abstieg war dann unspektakulär und Punkt neun Uhr waren wir nach dieser wieder einmal erholsamen Abendunternehmung zurück am Parkplatz.