Wanderung in den Sarntaler Alpen am 10.10.2015

Kurzurlaub in Verdins bei Meran – diese Gelegenheit mussten Claudia und ich natürlich auch zu einer Wanderung in den umliegenden Bergen nutzen. Und dank schönem Herbstwetter und passender Tourenwahl konnten wir dabei die uns bis dahin unbekannten Sarntaler Alpen von Ihrer besten Seite kennenlernen.

Schon praktisch, wenn man für eine Bergtour zur Abwechslung mal nicht mit dem Auto anfahren muss. Stattdessen spazierten wir Samstag Morgen nach einem reichlichen Frühstück in wenigen Minuten zur Talstation der Seilbahn, die uns hinauf nach Tall brachte. Dort bemühten wir noch den schon etwas altertümlich anmutenden Sessellift nach Grube auf 1800m, wo wir dann gegen halb elf unsere Wanderung begannen.

Auf in den Lärchenwald!

Auf in den Lärchenwald!

Zunächst ging es gemütlich durch den herbstlich gefärbten Lärchenwald hinauf zur Bergstation der Hirzer-Seilbahn, von wo sich noch allerlei andere Bergfreunde in das umliegende Wegenetz ergossen. Es folgte ein flaches Stück hinüber zur Hirzerhütte, wo dann der eigentliche Aufstieg zum Hirzer beginnt. Auch hier war noch einiges los, in der Folge verliefen sich die Wanderer dann aber ein wenig.

Links wartet der Hirzer auf unseren Besuch, rechts der Hönig.

Links wartet der Hirzer auf unseren Besuch, rechts der Hönig.

Südtirol oder Südamerika: Alpakas an der Hirzerhütte

Südtirol oder Südamerika: Alpakas an der Hirzerhütte

Der Aufstieg durch das weitere Kar stellte sich als sehr angenehm heraus – gut angelegt, nie zu steil und mit schöner Aussicht auf die gelb-braunen Wiesen und gelb-roten Lärchen. Kurz unterhalb des Grates folgte dann eine felsige Passage, bei der wir auch kurz Hand anlegen mussten, dann erreichten wir den Kam auf etwa 2680m Höhe.

Der Blick geht zum Gipfel.

Der Blick geht zum Gipfel.

Ein bisschen Kraxelei kurz unterm Kamm

Ein bisschen Kraxelei kurz unterm Kamm

Es ist nicht mehr weit zum Hirzer.

Es ist nicht mehr weit zum Hirzer.

Hier wandten wir uns zunächst nach links, dem höchsten Gipfel der Sarntaler Alpen zu. Hurtig erstiegen wir den Pfad hinauf zum Gipfel des Hirzers (2781m), wo wir dann eine trotz der Wolken recht umfassende Aussicht genießen durften. Das herbstliche Gebirge hat seinen ganz eigenen Reiz und begeistert mich jedes Jahr aufs Neue mit seinen sanften Farben, der klaren Luft und dem erstem Schnee.

Gipfelblick in die nördlichen Sarntaler Alpen

Gipfelblick in die nördlichen Sarntaler Alpen

Im Süden grüßen Hönig, Ifinger und Verdinser Plattenspitz.

Im Süden grüßen Hönig, Ifinger und Verdinser Plattenspitz.

Vom Gipfel aus wanderten wir zurück in den Sattel und dann geradeaus weiter zum Gipfel des benachbarten Hönig (2698m). Hier war es deutlich weniger kalt und windig als zuvor am Hirzer, so dass wir es uns für eine Gipfelrast gemütlich machen konnten. Nach ausführlicher Rast wanderten wir dann über den Westgrat des Hönig, den Signalgipfel auslassend, zurück. Dieser Wegabschnitt ist es etwas anspruchsvoller als die vorangegangenen (T4, I), wartet dafür aber mit herrlicher Aussicht auf. Ich würde empfehlen, ihn ebenso wie wir im Abstieg zu begehen, weil man so die grattypisch weiten Blicke besser genießen kann, als wenn man immer auf den Berg schaut.

Blick vom Hönig zum Hirzer

Blick vom Hönig zum Hirzer

Zufrieden am zweiten Gipfel

Zufrieden am zweiten Gipfel

Wir gehen den Abstieg an.

Wir gehen den Abstieg an.

Schließlich endete die Gratstrecke in von Ziegen bewohnten, weiten Wiesenhängen. Weiter ging es hinab zur Stafellhütte, dann tauchten wir wieder in den Lärchenwald ein und erreichten gegen 16:00 Uhr unseren Ausgangspunkt Grube, von dem aus wir ganz entspannt zurück nach Verdins schweben konnten. Herrlich war es mal wieder, denn  schön ist der Herbst in den Bergen Südtirols.

Der Grat geht zu Ende.

Der Grat geht zu Ende.

Dort unten wartet schon der Sessellift auf uns.

Dort unten wartet schon der Sessellift auf uns.

Und am nächsten Tag ging es auch gleich weiter mit Südtiroler Herbsttouren, dieses Mal im Süden der Texelgruppe.