Felsige Grate

Hochtouren in der Bernina-Gruppe vom 13.-17.08.2016

Auch dieses Jahr hatten Boris und ich einen Hochtourenausflug geplant. Im Unterschied zu sonst war dieses Mal hervorragendes Bergwetter vorhergesagt, was uns bei der Auswahl des Tourenziels beinahe überfordert hätte. Schließlich entschieden wir uns für die Bernina, die wir beide noch nicht kannten.

Samstag: Halb zwölf kamen wir mit dem Auto am Bahnhof von Morteratsch an, berappten (bzw. befrankten, denn so günstig war sie nicht) die Parkgebühr für fünf Tage und wanderten los. Die Aussicht ist hier von Anfang an grandios: Piz Cambrena, Piz Palü, Piz Zupò, Piz Bernina, Piz Morteratsch. Die wahrscheinlich schönste Pizeria der Welt.

Eindrucksvolles Panorama im Zustieg zur Boval-Hütte

Eindrucksvolles Panorama im Zustieg zur Boval-Hütte

Der Weg zur Boval-Hütte zieht die meiste Zeit in gemächlicher Steigung an einer Moräne entlang und hat nur wenige steilere Abschnitte. Nach knapp zwei Stunden an diesem gemütlichen Weg erreichten wir die Chamanna Boval (2495m), deren Hüttenterrasse einen Ausblick bietet, der allein schon den Weg hierher wert ist.

An der Chamanna Boval

An der Chamanna Boval

Die majestätischen Gipfel von Piz Palü und Bellavista

Die majestätischen Gipfel von Piz Palü und Bellavista

Nach einem Imbiss verließen wir die Hütte noch einmal, um den Zustieg zum Spraunzagrat auszukundschaften, den wir uns als Ziel gesetzt hatten. Das gelang ganz gut und so fanden wir uns gegen halb sechs wieder auf der Hütte ein, die mittlerweile voll belegt war, so dass wir sogar in zwei Schichten zu Abend essen mussten.

Ein pelziger Bergfreund

Ein pelziger Bergfreund

Immer wieder schön: Der Piz Palü

Immer wieder schön: Der Piz Palü

Sonntag: Kurz nach 04:00 Uhr saßen wir beim Frühstück, dass dem üblichen Schweizer Standard entsprach (etwas Müsli, Graubrot mit Butter, Marmelade, dazu ein sehr leckeres, nur leider viel zu kleines Stück Bergkäse). Viertel vor fünf ging es dann hinaus in die Nacht und in Richtung Fuorcla Boval. Wir hatten uns den Piz Boval als Eingehtour ausgesucht und hatten somit zunächst den gleichen Weg wie die zahlreichen Anwärter auf den Normalweg des Piz Morteratsch.

Das erste Sonnenlicht streift die Gipfel.

Das erste Sonnenlicht streift die Gipfel.

Zunächst waren wir unter den vorderen Gruppen, bis wir nach Endes des Weges nicht nach links in den Firn bogen, sondern geradeaus einen Felsriegel überwanden (II) und dann über Geröll zum markierten Anstieg zurückkehren mussten. Wir waren nicht die einzigen in dieser Variante, die aber deutlich mehr Zeit und Kraft kostete als die markierte.

Sonnenaufgang

Sonnenaufgang

Kurz danach begann die Kletterei (II-III), die in festem, griffigem Fels sehr kurzweilig zur Fuorcla Boval auf 3347m führt. Außer uns borgen hier alle Bergsteiger nach Süden ab und stiegen über den Firngrat zum Piz Morteratsch; wir aber wandten uns nach Norden, dem Piz Boval zu.

Großartige Fernsicht an der Fuorcla Boval

Großartige Fernsicht an der Fuorcla Boval

Von hier aus gehen die Meisten zum Piz Morteratsch.

Von hier aus gehen die Meisten zum Piz Morteratsch.

Prüfender Blick auf den Gletscher am Grat zum Piz Boval. Foto © Boris.

Prüfender Blick auf den Gletscher am Grat zum Piz Boval. Foto © Boris.

Wir erwarteten, ohne größere Schwierigkeiten zum Gipfel zu gelangen. Und zunächst sah es auch genau danach aus: In ausgesetzter, aber wenig schwieriger Kletterei (II) gelangten wir auf den ersten Turm und von diesem auch wieder hinab. Hier wurde es allerdings ernster und wir packten das Seil aus. Ein Steilaufschwung (kurz IV) wurde bezwungen und kurz darauf saßen wir in einer Scharte, in der wir verdächtigerweise Schlingen für ein Abseilen auf die Nordseite des Grates fanden. Trotzdem erkletterten wir zunächst den nächsten Turm (III), der sich allerdings als Sackgasse erwies – weniger, weil der Abstieg so schwierig gewesen wäre, sondern eher weil der nachfolgende Turm schwierig und sehr brüchig aussah, was wir als Kombination nicht sehr einladend fanden. Also kletterten wir etwas mühsam zurück in die Scharte und seilten 30m durch eine Schuttrinne ab. Und dann waren wir auch schon mittendrin, in der Bröselhölle vom Piz Boval.

Grat mit Aussicht

Grat mit Aussicht

Seil abziehen nach dem Abseilen

Seil abziehen nach dem Abseilen

Durch Bruch und Schrott wühlten wir uns zu den Felsen des Gipfelaufbaus. Während ich mich an einer Schuttrinne versuchte, kletterte Boris links davon (ca. IV) zurück zum Grat. Da der Ausstieg aus der Rinne direkt sogar mir zu brüchig aussah und links umgehend einen schwierigen Zug notwendig machte, war ich dankbar für eine Schlinge, die mir Boris herunterließ und mit der das Ganze dann gut zu bewältigen war (III, A0).

Am Gipfelwandl war noch einmal Zupacken angesagt (III-IV) und dann standen wir halb zwölf endlich am 3401m hohen Südgipfel des Piz Boval, der seltsamerweise etwas im Schatten des 50m niedrigeren Hauptgipfels steht; jedenfalls ist letzterer im Clubführer sowie bei Wikipedia als Hauptgipfel geführt. Hierher zu kommen war unerwartet harte Arbeit gewesen und ich war höhenbedingt mal wieder ziemlich kaputt.

Das letzte Hindernis auf dem Weg zum Piz Boval

Das letzte Hindernis auf dem Weg zum Piz Boval

Am Gipfel des Piz Boval. Foto © Boris.

Am Gipfel des Piz Boval. Foto © Boris.

Also gönnten wir uns erst einmal eine Gipfelrast, dann erkundeten wir den Weiterweg zum Ostgrat des Piz Boval, den wir für de Abstieg auserkoren hatten. Allerdings stellten wir fest, dass zwischen uns und dem Gratansatz eine Scharte lag, in die der Abstieg nicht offensichtlich war und der Wiederaufstieg noch viel weniger. Das Ganze sah so ungut aus, dass wir es lieber sein ließen und stattdessen in die Fuorcla Tschierva abstiegen. Hier war meist einfache Blockkletterei angesagt (I-II), nur die südseitige Umgehung eines Turmes war noch einmal brüchig und schwieriger (kurz III).

Abstieg am Westgrat

Abstieg am Westgrat

Wir haben die Fuorcla Tschierva erreicht.

Wir haben die Fuorcla Tschierva erreicht.

Über den Vadrettin da Tschierva geht der Blick zum Piz Roseg.

Über den Vadrettin da Tschierva geht der Blick zum Piz Roseg.

Aus der 3336m hoch gelegenen Scharte stiegen wir über einfaches Blockgelände zum Vadrettin da Tschierva ab und dann über diesen zurück zur Fuorcla Boval wieder auf. Um 14:00 Uhr saßen wir also wieder hier und konnten den Abstieg zur Hütte angehen. Durch das Abklettern im oberen Bereich braucht auch dieser Abstieg Zeit und so erreichten wir die Hütte erst gegen halb fünf.  Das war heute alles etwas lang gewesen für eine Eingehtour und der Spraunzagrat schien am nächsten Tag kaum möglich.

Beim Abstieg von der Fuorcla Boval… Foto © Boris.

Beim Abstieg von der Fuorcla Boval… Foto © Boris.

…muss noch einmal Hand angelegt werden.

…muss noch einmal Hand angelegt werden.

Montag: Wir verschoben also den Piz Morteratsch um einen Tag und ließen es ruhig angehen. Gegen 08:20 Uhr wanderten wir von der Hütte aus nach Nordwesten, um den Piz Misaun zu besteigen. Am mühsam zu erreichenden Moränenhügel P2760 beschlossen wir allerdings, dieses Vorhaben nicht fortzusetzen, da das weitere Gelände sehr mühsam und wenig lohnend wirkte.  Stattdessen wandten wir uns den offenen Hängen unterhalb des Piz Mandra zu, fanden hier einen perfekten Sitzstein und machten erst einmal ausgiebig Pause. Anschließend wanderten wir ganz einfach entspannt zurück zur Hütte, wo wir bereits halb zwei wieder eintrafen – genau richtig für eine große Portion Rösti.

Weite Landschaft nördlich der Boval-Hütte

Weite Landschaft nördlich der Boval-Hütte

Piz Morteratsch mit Spraunzagrat auf der linken Seite

Piz Morteratsch mit Spraunzagrat auf der linken Seite

Dienstag: Heute also war es soweit, der Spraunzagrat rief. Wir frühstückten gemeinsam mit einigen Piz Palü-Aspiranten und brachen gegen 04:00 Uhr auf. Es war noch stockdunkel, doch dank unserer Erkundungstour zwei Tage zuvor fanden wir gut zum Einstieg. Auch die Kletterei begannen wir noch im Schein der Stirnlampen, was durchaus gewöhnungsbedürftig war.

Klettern mit Stirnlampe. Foto © Boris.

Klettern mit Stirnlampe. Foto © Boris.

Hinter der Diavolezza geht die Sonne auf.

Hinter der Diavolezza geht die Sonne auf.

In der Schlucht, die zur Schulter P3081 führt, ging es dann auch gleich ordentlich zur Sache. Eine steile, ausgesetzte IIIer-Stelle zehrte an der Moral. Auch danach blieb es ernsthaft, bis der Schluchtgrund im oberen Teil so gut gangbar wurde, dass wir aus den Felsen auf der linken Seite dorthin zurückkehrten.

Das Spraunza-Felspferdchen

Das Spraunza-Felspferdchen

Von der Schulter aus ging es weiter über einfache Felsen (I-II), bis wir schließlich den eigentlichen Grat erreichten. Ab hier gingen wir dann am laufenden Seil und sicherten über Köpfel.

Meine Moral war noch immer etwas angekratzt und wohl auch deshalb ließ ich mich von der Ausgesetztheit und der abweisenden Erscheinung vieler Gratabschnitte beeindrucken. Auch Boris hielt immer wieder inne, ihm ging es wohl ähnlich. Letztendlich lösten sich die einzelnen Kletterstellen aber stets gut auf und überstiegen kaum einmal den III. Grad. Auch mit der Ausgesetztheit kamen wir immer besser zurecht, so dass uns die Kletterei zunehmend gut von der Hand ging.

Der Grat hält immer wieder ausgesetzte Stellen bereit. Foto © Boris.

Der Grat hält immer wieder ausgesetzte Stellen bereit. Foto © Boris.

Gehen am laufenden Seil. Foto © Boris.

Gehen am laufenden Seil. Foto © Boris.

Trotzdem – unsere gelegentliche Verzagtheit machte uns langsam. Dazu kamen die Seilreibung am eigentlich herrlich griffigen Fels, sowie dort, wo wir von der  Schneide in die Nordflanke auswichen, auch Wegsuche, denn Material steckt hier mit Ausnahme einer einzigen Stelle keines. Kurzum – wir waren eher wie die Schildkröte unterwegs als wie Achilles.

Farbtupfer im Gneis

Farbtupfer im Gneis

Nach einer kurzen Firnpassage erkletterten wir den Gratturm, der eine der schwierigsten Passagen darstellt. Für den Abstieg wählten wir nicht die eingerichtete und mit einem ominösen Fixseil garnierte Abseilstelle, sondern umgingen diese südseitig auf einem steilen Band (II). Als wir dahinter in der Scharte saßen und kurz Pause machten, war uns beiden klar, dass wir nun sicher nicht mehr umkehren wollten, denn all die bewältigte Strecke wieder abzusteigen würde höchst mühsam sein.

Klettern am Gratturm

Klettern am Gratturm

Rückblick

Rückblick

Weiter geht's.

Weiter geht’s.

Also weiter – und weit war es noch, den hier pfeilerartigen Grat hinauf. Immer wieder baute er sich steil und abweisend vor uns auf und immer wieder suchten und fanden wir einen Weg hindurch. Die Kletterei hier war durchaus schön, allerdings konnten wir sie nicht recht genießen, da uns die verstreichende Zeit und die quellenden Wolken Sorgen machten. Als es gegen halb drei kurzzeitig leicht graupelte und sich dunkle Wolken hinter dem Piz Bernina sammelten, wurde ich dann etwas unruhig. Nervös blickte ich voraus zu Boris, der seit der Scharte vorging und gerade nach dem richtigen Weiterweg suchte.  Aber Hetzerei würde auch nichts bringen, also Jacke überziehen und konzentriert weitermachen.

Ein weiterer Grataufschwung baut sich vor uns auf.

Ein weiterer Grataufschwung baut sich vor uns auf.

Am Hauptkamm zieht es allmählich zu.

Am Hauptkamm zieht es allmählich zu.

Kurz vor Ende des Felsgrates

Kurz vor Ende des Felsgrates

Wir hatten Glück, denn das Gewitter zog nach Italien ab und wir blieben fast trocken. Kurz danach erreichten wir dann auch das Ende der Kletterei und die Firnhaube, die zum Gipfel leitet. Also zogen wir die Steigeisen an und gingen weiter. Nachdem Boris so viel vorgegangen war, ließ ich es mir nicht nehmen, die schwach vorhandene Spur für uns auszutreten. Meist hielt der Firn noch gut, nur einige Male brachen wir hüfttief ein.

Fast am Gipfel. Foto © Boris.

Fast am Gipfel. Foto © Boris.

Um 16:00 Uhr erreichten wir endlich den Gipfel des Piz Morteratsch (3751m). 12h für eine Tour, die laut Clubführer 6-7h benötigt. Übel. Aber immerhin hatten wir uns durchgebissen. Zwei schnelle Fotos machten wir, dann wandten wir uns zum Abstieg. Genau in diesem Moment rollte hinter dem Piz Roseg der nächste Donner. Höchste Zeit, hier wegzukommen.

Kurzes Innehalten am Gipfel des Piz Morteratsch. Foto © Boris.

Kurzes Innehalten am Gipfel des Piz Morteratsch. Foto © Boris.

Schlechtes Wetter am Hauptkamm

Schlechtes Wetter am Hauptkamm

Der Abstieg über den Normalweg war insgesamt gutmütig. Nur zwei Stellen erforderten erhöhte Aufmerksamkeit: Für ein paar Meter mussten wir über Blankeis absteigen und etwas weiter war der Firn extrem aufgeweicht. Auch das hatten wir bald geschafft und erreichten so den Vadrettin da Tschierva unterhalb der Fuorcla Boval. Damit lagen die Schwierigkeiten hinter uns und die Anspannung fiel allmählich von uns ab, zumal auch das zweite Gewitter südwärts abgezogen war.

Abstieg am Firngrat

Abstieg am Firngrat

Bald haben wir auch den Abstieg von diesem Berg geschafft.

Bald haben wir auch den Abstieg von diesem Berg geschafft.

Weiter ging es nun über den Gletscher und weiter unten über Gletscherschliff und Geröll. Schließlich kamen wir auf einen Wanderweg und hier holte uns doch noch der Regen ein, so dass wir etwas nass gegen 18:30 Uhr auf der Chamanna da Tschierva eintrafen. Dort schmeckten Essen und Radler dann doppelt gut. Was für ein Tag!

Mittwoch: Eigentlich hätten wir noch einen Tag Zeit gehabt, doch beschlossen wir, bereits heute abzusteigen. Für Donnerstag war kein stabiles Wetter mehr vorhergesagt und für eine Ausweichtour hatten wir keine Motivation mehr. Dazu taten Boris die Schultern weh und mir die Zehen, die ich mir am Tag zuvor wund gelaufen hatte. Also Abstieg.

Morgendliches Panorama von Bernina bis Roseg

Morgendliches Panorama von Bernina bis Roseg

Die vor einigen Jahren erweiterte Chamanna da Tschierva

Die vor einigen Jahren erweiterte Chamanna da Tschierva

Noch ein pelziger Bergfreund

Noch ein pelziger Bergfreund

Wir genossen noch einmal den Blick auf die majestätischen Gipfel von Piz Bernina, Piz Scerscen und Piz Roseg, dann wandten wir uns talwärts und stiegen ab nach Pontresina. Der Zug brachte uns zurück nach Morteratsch und gegen Mittag waren wir wieder am Auto. Spannende Tage lagen hinter uns und mit dem Spraunzagrat auch unsere wohl insgesamt anspruchsvollste Hochtour. Und es war hoffentlich nicht unser letzter Besuch in der faszinierenden Bernina-Gruppe.

Nachtrag zu den Schwierigkeitsbewertungen rund um die Fuorcla Boval: Der Anstieg von der Chamanna Boval zur Fuorcla Tschierva ist im Clubführer mit PD+ bewertet; es ist hier Kletterei der Schwierigkeit II-III zu bewältigen, die wenig ausgesetzt und durchgängig markiert ist. Von der Fuorcla Tschierva zum Südgipfel des Piz Boval zu steigen wird mit PD bewertet. Neben etwas Bruch gibt es hier eine IIIer-Stelle (mag umgehbar sein), markiert ist nichts. Zur Aufstiegsvariante ab der Fuorcla Boval heißt es im Führer nur, diese sei länger und schwieriger als ab der Fuorcla Tschierva. Angesichts der Schwierigkeiten (eine Stelle IV, mehrmals III) und im Vergleich zum Anstieg von der Hütte könnte AD- hier eine vernünftige Bewertung sein (für glatt AD wiederum ist der Anstieg zu kurz).

Im Clubführer taucht auch die Variante auf, von der Fuorcla Boval am Grat bis zum Piz Misaun zu gehen. Die Bewertung hiervon mit F steht in Widerspruch zur der des Anstiegs bis zum Piz Boval Südgipfel, der auf dem Weg liegt und nur in üblem Bruch umgangen werden kann. Dazu kommt, dass der Aufschwung, der von einer früher wahrscheinlich verfirnten Scharte nach Norden zum Ansatz des Piz Boval Ostgrates leitet, ziemlich schwierig aussah.

Zuletzt scheint der Normalweg zum Piz Morteratsch mit AD- überbewertet. Zumindest bei guten Verhältnissen (bei ausgeaperter Firnflanke sieht es natürlich anders aus) würde ich den Anstieg mit maximal PD+ bewerten.

9 Kommentare

  1. Sehr interessant. Der Spraunzagrat sieht wirklich lecker aus. So brüchig sieht der Anstieg auf den Piz Boval auf den Bilder gar nicht aus, aber wahrscheinlich habt ihr in den üblen Passagen nicht fotografiert.

    Über die AD–Bewertung des Normalwegs habe ich mich auch schon gewundert. In den Berner Alpen war jedes PD, das ich bislang gegangen bin, anspruchsvoller.

    • Hannes
      Hannes

      31. August 2016 at 6:18 am

      Servus Mark, der Spraunzagrat ist wirklich schön und würde Euch bestimmt gefallen.

      Auch am Piz Boval gibt es sehr schöne Gratpassagen – und richtig, in der Bröselhölle haben wir beide das Fotografieren vergessen.

  2. Servus Hannes,

    was ihr am Piz Morteratsch erlebt habt, kenne ich. Ist ein wirklich ungutes Gefühl, wenn einem die Zeit davon läuft. Und dann noch ein Gewitter im Anmarsch – puh… Ansonsten sieht das nach einem sehr schönen Tourengebiet aus, würde mir auch gefallen 🙂

    Liebe Grüße

    Rebecca

    P.S.: Und beim nächsten Mal dann der Piz Palü Ostpfeiler (http://www.hikr.org/tour/post38456.html) 😉 Da gab’s bei Bergauf Bergab mal einen schönen Bericht drüber.

  3. Lässige Sache! Die Gegend müssen wir uns auch noch vorknöpfen! 😉

    • Hannes
      Hannes

      5. September 2016 at 9:54 am

      Da kann ich nur zuraten – es ist wirklich ganz besonders schön dort. Aber bitte nicht weitersagen, ist ein Geheimtipp. ;D

  4. Herrlich!! Da wir ja gelegentlich im Engadin sind, kenne ich sie Gipfel nur zu gut, allerdings nur aus der Ferne bzw. von schräg unten. 😉
    Ihr seid dann das Rosegtal zurückgewandert? Das Tal ist immer ein Muss bei uns im Winter zum Langlaufen. Ganz herrlich, gerade wenn es tief verschneit ist und mit vielen Vögelchen, die einem auf die Hand geflattert kommen. Alpenmeisen, Haubenmeisen, etc.
    Einen schönen Blick auf die Gipfel hat man auch von der Fourcla Surlei (am Sattelpunkt zum Übergang vom Rosegtal ins Oberengadin unterhalb des Corvatsch) oder vom Piz Languard, das ist quasi der Hausberg von Pontresina. Alles schöne Wandertouren für die panaramafreudigen, aber nicht so kletterbegabten Bergfreunde.

    • Hannes
      Hannes

      20. September 2016 at 11:02 am

      Servus Donaujo,

      genau, wir sind durchs Rosegtal zurück gewandert. Ich kann mir gut vorstellen, dass es da im Winter schön ist, auch wenn ich ja leider nie mit dabei war.

      Dass sich Corvatsch, Languard und auch die Jöcher ebenfalls lohnen, glaube ich auch gern. Ich fand es irre schön dort und muss da sicher noch mal hin. 🙂

      Schöne Grüße
      Hannes

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