Skitour in den Kitzbüheler Alpen am 29.01.2017

Nachdem ich in diesem Winter bislang nur ein einziges Mal auf Tourenski gestanden hatte und das dazu auch noch zwischen Kesselberg und Martinskopf, was kaum als freies Gelände durchgeht, war es höchste Zeit, die Saison endlich richtig zu beginnen. Dazu suchten wir uns als Ausgangspunkt den Kurzen Grund in Kitzbüheler Alpen aus, ein wahres Skitourenparadies.

Da die Schneelage in den Voralpen nach den vielen sonnigen, wenn auch kalten Tagen schon wieder etwas zu wünschen übrig ließ, fuhren wir lieber etwas weiter – eben bis in den kurzen Grund bei Kelchsau. Der Parkplatz am Gasthof Wegscheid (1148m) war bereits gut belegt, was auf regen Tourengeherbesuch schließen ließ, als wir uns viertel vor neun dazu stellten. Der pulvrige Schnee zwischen den Bäumen hier war auch bereits sehr vielversprechend und weckte die Vorfreude.

Auch der Aufstieg richtung Steinbergstein war bereits gut gespurt, trotzdem waren wir zunächst ganz alleine unterwegs. Das Trattenbachtal lag noch im Schatten, doch die südseitigen Hänge darüber bekamen bereits einiges an Sonne ab. Im oberen Bereich aparten die Grashänge sogar schon aus, so dass wir hier beschlossen, uns eher nach Süden zu wenden und statt dem Steinbergstein die Schneegrubenspitze zu besteigen, die eine bessere Schneelage versprach.

Im Aufstieg war es noch schattig.

Im Aufstieg war es noch schattig.

In einem spitzkehrigen Waldstück überholten wir zwei Splitboarder, dann ging es hinaus auf die weiten, offenen Hänge der Schneegrubenalm. Um einen Latschenhügel herum folgten wir der Spur auf die Südseite, wo uns sowohl der Sonnenschein als auch eine herrliche Sicht auf die Hohen Tauern begrüßen. So macht Skitourengehen Spaß!

Die Aussicht weitet sich.

Die Aussicht weitet sich.

Im Süden grüßen die Tauern.

Im Süden grüßen die Tauern.

Über den aussichtsreichen Kamm stiegen wir westwärts hinauf zum 2237m hohen Gipfel, den wir kurz nach Mittag erreichten. Bisher hatten wir nur wenige andere Tourengeher getroffen – wahrscheinlich, weil sie alle schon seit Stunden hier oben in der Sonne saßen und die Aussicht genossen. Ja, es war bereits allerhand los, doch bot der geräumige Gipfel genug Platz für alle.

Am Gipfelkamm

Am Gipfelkamm

Herrliches Pipfelpanorama

Herrliches Pipfelpanorama

Kaiserblick

Kaiserblick

Nach einer ausgiebigen Pause machten wir uns irgendwann dann doch an die Abfahrt. Auf der Südseite war der Schnee verfirnt, auf der Nordseite dann locker aber ziemlich schwer. Hier tat ich mich etwas schwer, bevor wir dann im Wald Pulverschnee fanden. Den Abschluss bildete – wie so oft – eine Forstwegabfahrt zurück zum Parkplatz. Ein super Saisonstart war’s, der gleich Lust auf mehr gemacht hat.