Wanderung im Mangfallgebirge am 01.06.2017

Es wurde mal wieder Zeit für eine Feierabendwanderung. Dieses Mal hatte ich mir den Brecherspitz am Spitzingsattel als Ziel ausgesucht. Leider kam ich nicht ganz pünktlich im Büro weg, dann war auch noch Stau und so startete ich erst 18:00 Uhr am Bahnhof in Neuhaus zu dieser Runde. Etwas später als geplant, aber es sollte sich noch ausgehen.

Erster Etappenpunkt heute war der Spitzingsattel. Da der Weg dorthin im unteren Bereich reichlich flach verläuft, legte ich einige Meter im Laufschritt zurück, bevor ich angesichts zunehmender Steigung mein Tempo wieder drosselte. Es war warm und schwül an diesem Abend und dementsprechend lief der Schweiß. Weiter südlich hingen noch dunkle Wolken in den Bergen, doch von Norden her zog allmählich besseres Wetter auf.

Verlockend - aber ich ging dann doch woanders lang.

Verlockend – aber ich ging dann doch woanders lang.

Am Spitzingsattel wandte ich mich dem Ostgrat des Brecherspitz zu. Meine Sorge, den unmarkierten Pfad, der zum Grat hinauf führt, nicht zu finden, erwies sich dabei als unbegründet. Das war nun wirklich kein Problem.

Alpenkornblume bzw. Berg-Flockenblume

Alpenkornblume bzw. Berg-Flockenblume

Da geht's weiter.

Da geht’s weiter.

So ging es bald zügig über den schönen Bergpfad bergan. „Schlüsselstelle“ ist die Überwindung einer markanten Felsmauer (I), wobei hier die einzige echte Schwierigkeit war, dass beim Kopf senken in dem extrem dampfigen Wetter meine Brille beschlug und ich nicht mehr allzu viel sehen konnte.

Der Spitzingsee zeigt sich.

Der Spitzingsee zeigt sich.

19:40 Uhr erreichte ich dann den 1683m hohen Gipfel des Brecherspitz. Ein anderer Bergfreund war schon hier und wir unterhielten uns kurz, bevor er den Abstieg antrat. Ich hingegen packte erst mal die Leberkassemmel aus, die ich dabei hatte, und machte Pause. Im Süden donnerte es ein Mal, ansonsten standen die Zeichen auf Wetterbesserung.

Hier besser nicht absteigen

Hier besser nicht absteigen

Über diesen Kamm führt der weitere Weg.

Über diesen Kamm führt der weitere Weg.

Gipfelblick zum Schliersee

Gipfelblick zum Schliersee

Schließlich wurde es auch für mich Zeit, wieder aufzubrechen. Entspannt und genussvoll wanderte ich nun den Westgrat hinunter und weiter zur Bergkapelle St. Leonhard, die hier keck direkt am Kammm steht. Kurz dahinter bog der Weg nach rechts und hinab zur Ankelalm, wo noch einige Wanderer bei Bier und Brotzeit saßen. Von hier aus führte mich die Forststraße unspektakulär zurück nach Neuhaus. Halb zehn war ich zurück am Auto. Ganz dunkel war es auch jetzt noch nicht – die Feierabendsaison ist zurück.

St. Leonhard aus der Ferne

St. Leonhard aus der Ferne

Der Enzian blüht.

Der Enzian blüht.

St. Leonhard aus der Nähe

St. Leonhard aus der Nähe