Schlagwort: Sierra Nevada

Sierra High Route 6 – Endspurt durch Yosemite

Tag 15:

Am Morgen des 15. Tages hatte ich es etwas eilig und brach schon um halb sieben auf. Bis zur High Sierra Mine lagen geschätzte 22 Meilen vor mir. Das Problem an dieser Etappe ist, dass auf den letzten ca. 7 Meilen ab Tuolumne Meadows das Übernachten überall verboten ist. Ab dort muss man also durchhalten. Ich setzte mir daher 14:00 Uhr Ankunftszeit in Tuolumne Meadows als Grenze für’s Weitergehen. Denn im Dunklen nach einem Lagerplatz zu suchen, das muss nicht sein.

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Sierra High Route 5 – Zurück in die Wildnis

Tag 12:

Der Morgen des zwölften Tages begann mit einer Funktionsüberprüfung; Schulter – tut noch weh, aber geht schon, Hinterteil – schön bunt und etwas druckempfindlich, sonst okay, Sprunggelenk – noch dick, aber fast schmerzfrei. Alles klar, es kann losgehen!

…zumindest zum Frühstück im Café von Red’s Meadow, denn das war schon der erste Höhepunkt des Tages. Ich wählte natürlich das größte auf der Karte, das „Packer’s Special“, bestehend aus drei Pancackes, zwei Eiern und Bacon. Großartig! Normalerweise wahrscheinlich eine ganze Tagesration an Kalorien, hier immerhin genug Energie für die ersten zehn Meilen.

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Sierra High Route 4 – Zivilisationskontakt

Tag 10:

Morgens erzählte mir Ed von zwei Bekannten, die ebenfalls die High Route in Angriff genommen hatten. Sie hatten 19 Tage für die Begehung eingeplant und laut Zeitplan sollten sie in den nächsten Tagen hier vorbeikommen. Das passte ziemlich gut zu den Beiden, die einen halben Tag nach mir zum Cirque Pass aufgestiegen waren, dachte ich mir, und von denen ich seither nichts mehr gehört hatte. Manchmal ist die Wanderwelt doch klein.

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Sierra High Route 3 – Ins Herz der Sierra

Tag 7: 

Die Nacht am Evolution Lake wurde kein großer Erfolg: Auf der linken Seite hat mir das Knie weh getan, auf dem Rücken hat mir der Nacken weh getan, die rechte Seite war eh blöd; und wenn ich dann doch mal eingeschlummert bin, dann kam wieder irgendein Windstoß und ist mir entweder über’s Gesicht gestrichen oder hat am Tarp gerüttelt. Also war nicht so toll. 

[…] Ich hoffe jetzt vor allen Dingen auch, dass ich, obwohl die nächsten Nächte alle über 11000 ft liegen werden, es wieder schaffe, einen geschützten Ort, vielleicht auch mal wieder mit ein paar Bäumen zu finden. 

Das sind so die kleinen Dinge, die den Wanderer plagen. Aber was soll’s, ich bin ja zum Gehen hier und nicht zum Schlafen.

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Sierra High Route 2 – Immer schön weitergehen

Tag 4:

Morgens, vor meinem Aufbruch machte ich den ersten Eintrag in mein Audio-Tagebuch: Werde jetzt gleich zum vierten Tag aufbrechen. Ich habe nicht so richtig den Eindruck, dass meine Form besser ist als in den letzten Tagen, was mir ein bisschen Sorge macht, da bis Frozen Lake Pass seit dem ersten Tag die meisten Höhenmeter auf mich warten und ich ja eigentlich ganz gerne auch noch über Mather Pass kommen würde, um nicht einen ganzen Tag hinter dem Zeitplan zu bleiben.

Der hakende Reissverschluss von meinem Schlafsack nervt mich unglaublich, die Streichhölzer sind scheiße, weil die ständig abbrechen oder nicht richtig zünden und der Piezo-Zünder meines Gaskochers will auch nicht. Ich hoffe jetzt mal, dass ich mit den Streichhölzern noch hinkomme, sonst muss ich auf dem John Muir Trail jemanden um Streichhölzer oder ein Feuerzeug anbetteln. Gestern dachte ich, die Isomatte hätte ein Leck, das war aber zum Glück falscher Alarm. 

Ansonsten, mal sehen… wenn ich wirklich bis Mather Pass kommen sollte, dann treffe ich heute vielleicht auch wieder jemanden; die letzten beiden Tage war das nicht der Fall. 

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Sierra High Route 1 – Eine Frage des Willens

Wanderung in der Sierra Nevada vom 15.-31.08. 2011

Tag 1: 

Meine Begehung der Sierra High Route begann am 15. August, als ich wenige Minuten vor Mittag den Copper Creek Trail betrat. Ursprünglich hatte ich zum Ziel, an diesem Tag den ersten Pass zu erreichen, doch bereits ziemlich bald wurde mir klar, dass ich froh sein konnte, bis zum Einbruch der Dunkelheit wenigstens bis zum Grouse Lake zu kommen. Ich war aufgeregt, als ich die ersten Schritte ging, unausgeschlafen und unsicher, ob ich diese Herausforderung packen würde.

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Sierra High Route – Der Weg nach Kings Canyon

Als Kevin seinen Jeep Wrangler über die kurvige Straße steuerte und der Canyon des Kings River in den Blick kam, konnte ich kaum glauben, tatsächlich hier zu sein. Hinter mir lagen eine fast schlaflose Nacht in Fresno, Vorratskäufe in Santa Barbara, ein Flug nach LA, jede Menge Vorbereitung und ein Jahr Träumen von diesem Augenblick.

Ein erster Blick auf Kings Canyon

Ein erster Blick auf Kings Canyon

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