Wanderung im Karwendel am 03.10.2019

An unserem Feiertag war brauchbares, aber kaltes Wetter vorhergesagt. Dazu kam Neuschnee vom Tag vorher, so dass ich mir eine wenig anspruchsvolle und nicht zu lange Tour aussuchte, die Überschreitung der Brunnensteinspitze.

Da das Wetter erst im Laufe des Vormittags besser werden sollte, startete ich erst kurz vor zehn in Scharnitz. Von hier führt ein hübscher Steig über den sogenannten Pürzlgrat. Ab ca. 1500m gab es das erste Weiß im Wald, allerdings war es eher Graupel als Schnee. Kurz darauf überholte ich an einer Ier-Stelle zwei andere Wanderer, dann ging es wieder allein weiter.

Baumstamm am Pürzlgrat

Das erste Weiß zeigt sich.

Hoher Gleirsch

Auch der Hohe Gleirsch ist eingegraupelt.

Scharnitz

Rund um Scharnitz ist’s noch grün.

Oberhalb der Waldgrenze war es kalt und eine geschlossene Graupelschicht bedeckte den Weg. Die leichten Zustiegsschuhe waren dafür nicht optimal, aber es ging schon. Schließlich erreichte ich den 2180m hohen Gipfel der Brunnensteinspitze, den ich zu meiner Überraschung von fünf anderen Wanderern besetzt fand. Meist treffe ich bei schwierigen Bedingungen kaum Andere, aber heute war erstaunlich viel los.

Brunnensteinspitze

Die Brunnensteinspitze ist bald erreicht.

Vogelkarspitze und Östliche Karwendelspitze

Die Gipfel von Vogelkarspitze und Östlicher Karwendelspitze stecken in Wolken.

Mittenwalder Höhenweg eingegraupelt

Der Mittenwalder Höhenweg schaut auch nicht sehr gemütlich aus.

Da es recht frisch war hier oben, ging ich gleich weiter zur Rotwandlspitze (2192m) und zum Sattel, auf dem die Tiroler Hütte steht. Eigentlich wollte ich hier über einen wenig begangenen Steig auf der Ostseite absteigen. Doch schienen mir die steilen Grashänge hier für die heutigen Bedingungen eher ungeeignet. Also stellte ich mich lieber dem eisigen Nordwestwind und stieg zur Brunnsteinhütte (1560m) ab.

Gipfel Brunnensteinspitze

Ein paar andere Bergfreunde sind auch unterwegs.

Brunnensteinhütte

Tierische Begrüßung an der Brunnensteinhütte

Im Abstieg wurde es dann immer angenehmer. Der Wind nahm ab, die Sonne zu und die Temperaturen wurden direkt angenehm. An der Hütte konnte ich dann auch nicht einfach vorbeigehen. Zu einladend war die Terrasse und die Aussicht auf eine kleine Stärkung. Erst einen Kaiserschmarrn später setzte ich den Abstieg fort und spazierte schließlich zurück nach Scharnitz. Schön, dass ich diesem wechselhaften Feiertag noch eine lohnende Tour abgetrotzt hatte!

Nördliche Karwendelkette

Das Wetter wird besser.