Wanderung im Mangfallgebirge am 01.01.2021

Die aktuelle Schneelage lädt deutlich mehr zum Wandern ein als zum Skitouren gehen. Und so starteten wir ins neue Jahr mit einer herrlich aussichtsreichen Runde zu Fuß über Wildalpjoch und Käserwand.

Am Neujahrstag wollten Claudia und ich nicht so ganz furchtbar früh aufstehen und starteten daher erst kurz nach halb zehn an der Sudelfeldstraße am P1051.

Über den Wirtschaftsweg bzw. die Rodelbahn wanderten wir zunächst zur Schweinsteigeralm (1167m). Das Wetter war wie erwartet: Hinter einem dünnen Schleier aus Föhnwolken zeigte sich die Sonne milchig, aber doch wärmend. Insgesamt war es sehr angenehm.

Ein paar andere Wanderer waren auch noch unterwegs, aber insgesamt ging es hier sehr ruhig zu. Nächstes Zwischenziel war die Lacheralm, an der wir kurz Pause machten und hinter der dann am P1459 der Wirtschaftsweg endet und der Wanderweg beginnt. Auch dieser war bereits sehr gut gespurt, allerdings stellenweise vereist und sehr rutschig. Grödeln wären gut gewesen, die hatten wir aber nicht dabei.

Während das Wetter unerwarteterweise immer besser wurde überholten und zwei Skitourengeher. Mir wäre die Auflage zu dünn gewesen, aber mit sehr viel Liebe ging es offensichtlich.

Am Kamm angekommen unternahmen wir einen kurzen und erfolglosen Versuch, die Seewand von Westen her zu erreichen. Dann erinnerte ich mich an die südseitige Aufstiegsrinne, die wir aber ausließen und uns gleich dem Wildalpjoch zuwandten.

Die kurze, felsige Stelle am Steig war vereist und etwas unangenehm, danach ging es leichter weiter zum ersten Gipfel des Tages (1720m). Hier machten wir noch einmal länger Pause und ließen uns Tee und Gipfel-Hanuta schmecken. Die Aussicht war wirklich grandios: Von den Berchtesgander Alpen im Osten bis zum Wetterstein im Westen, dazu Blick auf die Tuxer Alpen jenseits des Inntals. Nur der Hauptkamm hing in Wolken und entzog sich unseren Blicken.

Nach dieser Gipfelpause wanderten wir weiter nach Osten zur Käserwand. Claudia wollte sich diesen zweiten Gipfel nicht nehmen lassen und so kraxelten wir über die Nordseite noch rasch hinauf. Noch einmal ließen wir den Blick über die Bergwelt streifen, dann machten wir uns an den Abstieg.

Der Abstiegsweg zurück zum P1459 begann angenehm, wurde dann bei zunehmend südlicher Ausrichtung aber immer rutschiger und eisiger. Einige Passagen waren ohne Grödel unangenehm, letztlich kamen wir aber sturzfrei zurück zur Lacheralm.

Von hier aus wanderten wir entspannt zurück, während uns immer wieder Rodler überholten und entgegen kamen. Ja, so ein Rodel wäre jetzt was. Also Rutschverhinderung für den Wanderweg und Rutschhilfe für den Wirtschaftsweg. Aber auch ohne diese Ausrüstung war es eine sehr schöne Tour und ein perfekter Jahresauftakt.


Hannes

Hannes

Ursprünglich Flachländer bin ich als Jugendlicher zufällig zur Liebe zu den Bergen gekommen. Seitdem bin ich immer wieder im Gebirge und gelegentlich auch am Meer unterwegs. Da ich schon immer gern geschrieben habe, startete ich 2010 dieses Blog, um andere Reiselustige und Bergfreunde an meinen Erlebnissen teilhaben zu lassen.

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