Familienwanderung in den Berner Alpen am 02.06.2022

Die Wanderung von der Grütschalp nach Mürren bietet herrliche Blicke auf die dramatischen Berggestalten der Berner Alpen rund um Lauterbrunnen. Die Strecke ist dabei einfach, kurz und kindertauglich.

Bei der Planung unseres Familienurlaubs wurde Claudia und mir klar, dass wir Beide noch nie in Lauterbrunnen waren. Dabei soll es dort doch so schön sein. Also planten wir einen kurzen Abstecher ins das berühmte Tal.

Gegen 13:30 Uhr erreichten wir das Parkhaus in Lauterbrunnen, von dem aus wir starten wollten. Wir hatten uns genau gar nicht vorbereitet und wollten spontan entscheiden, was wir denn hier machen würden. Den kleinen Nachwuchsjodler packten wir in die Babytrage und spazierten zum Bahnhof. Dort entschieden wir uns für die Wanderung von der Grütschalp nach Mürren und kauften die entsprechenden Fahrkarten.

Hinauf ging es mit der Seilbahn zum Bahnhof Grütschalp (1486m). Von hier aus kann man auch mit dem Zug nach Mürren fahren, wir entschieden uns aber zum zu Fuß gehen. Mit etwas über einer Stunde Gehzeit ist es auch eher ein Bergspaziergang als eine richtige Wanderung.

Der Weg ist gut ausgebaut und eignet sich auch für robuste Kinderwagen. Etwa 200 Höhenmeter sind zu bewältigen. Der Weg an sich ist also wenig spektakulär, um so mehr erfreuten wir uns an den vielen herrlichen Bergblumen am Wegesrand. Und natürlich an den spektakulären Ausblicken auf die umliegenden Gipfel.

Die Nordwände von Jungfrau und Mönch standen lagen direkt gegenüber – dramatisch mit ihren steilen Felsspornen und zerrissenen Hängegletschern. Links daneben schälte sich auch der Eiger, den wir im Profil sahen, allmählich aus den Wolken. Weiter rechts standen die Gletscherflanken von Tschingelhorn und Breithorn wie eine lange Mauer vor uns. Und schließlich bekamen wir auch das Gspaltenhorn zu Gesicht, das von hier aus seinem Namen alle Ehre macht.

Nach anderthalb Stunden erreichten wir dann Mürren. Der Ort befand sich noch halb im Frühlingsschlaf und zahlreiche Restaurants und Hotels hatten geschlossen. Trotzdem fanden wir ein Café, in dem wir ein Stück Rüblitorte und einen Cappuccino zu uns nehmen konnten. Der Kleine bekam auch Milch, aber ohne Kaffee.

Nachdem wir wieder zu Tal gegondelt waren, nahmen wir den Bus zurück nach Lauterbrunnen. Wir stiegen allerdings eine Station zu früh wieder aus, um noch einen Blick auf den spektakulären Staubbachfall zu erhaschen. Immerhin der zweithöchste Wasserfall der Schweiz. Nach einem Rückblick auf das einzigartige Panorama des Lauterbrunnentals erreichten wir dann das Parkhaus und beendeten diese schöne Mini-Bergwanderung mit Baby.

Fakten zur Tour

  • Von der Grütschalp nach Mürren
  • Schwierigkeit T1
  • 200 Höhenmeter

Hannes

Ursprünglich Flachländer bin ich als Jugendlicher zufällig zur Liebe zu den Bergen gekommen. Seitdem bin ich immer wieder im Gebirge und gelegentlich auch am Meer unterwegs. Da ich schon immer gern geschrieben habe, startete ich 2010 dieses Blog, um andere Reiselustige und Bergfreunde an meinen Erlebnissen teilhaben zu lassen.

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