Jahresrückblick 2025
2025 war nicht mein Jahr. Klettermäßig ging kaum etwas und auch sonst war ich eher wenig unterwegs. Immerhin waren trotzdem ein paar erinnerungswürdige Touren dabei.
Dieses Jahr war ich nur an 19 Tagen unterwegs, erreichte dabei 31 Gipfel und bewältigte 24 400 Höhenmeter. Es war mein bergsteigerisch unproduktivstes Jahr seit 13 Jahren.
Es kam einiges zusammen: ein Umzug, eine Kindergarteneingewöhnung, mehr Arbeit, viele Dienstreisen, eine Fingerverletzung. Und nicht zuletzt erstaunlich konsistentes Wetterpech. Für sieben oder acht Wochenenden hatte ich mich fest zum Klettern verabredet. Und fast jedes Mal wurde das Wetter so schlecht, dass an Klettern nicht zu denken war. Dementsprechend war ich nur ein einziges Mal am Seil unterwegs.






Teilweise machte ich an den Schlechtwettertagen Ausweichtouren, wanderte alleine durch den Allgäuer Bergregen oder bestieg mit Gregor im Schneegestöber den Laber. In die Kategorie „Das Beste aus dem Wetter gemacht“ fällt auch die Überschreitung des Schrankogels, die Boris und ich trotz Nebel und Neuschnee absolvieren konnten.
Echte Höhepunkte gab es dieses Jahr eigentlich nur zwei: Die Skitour auf den Piz Sesvenna, die mir nach einem Fehlschlag zwei Jahre zuvor und trotz mangelhafter Anfahrtsplanung erstaunlich leicht von der Hand ging. Es war einer dieser Tage, an denen einfach alles passt: Wetter, Fitness, Kopf.
Noch solch einen Tag hatte ich im Juni am Hochgolling. Diese Überschreitung ins Ungewisse war das zweite große Highlight dieses Jahres. Die technischen Schwierigkeiten waren überschaubar, der Gesamtanspruch trotzdem erheblich. Insgesamt war es eine meiner interessantesten Solo-Bergtouren überhaupt.
Ebenfalls sehr interessant, wenn auch nicht ganz so erfolgreich, war die Überschreitung des Seekopfes im Rätikon. Es war eine der wenigen Touren, bei denen ich mit meiner Entscheidungsfindung hinterher nicht ganz zufrieden war. Zum Glück ist es trotzdem nie brenzlig geworden.
Auch ins Ammergebirge machte ich noch zwei eher explorative Ausflüge, die ich hier allerdings nicht veröffentlicht habe. Die Touren dort sind leicht zugänglich und wenig besucht. Und das darf gerne so bleiben.






Einen Meilenstein ganz anderer Art gab es dieses Jahr auch noch: Die letzte Wanderung, bei der ich den Nachwuchsjodler getragen habe, führte uns aufs Wertacher Hörnle. Seitdem stehen für Familienausflüge Seilbahntouren hoch im Kurs. Da reichen dann auch 200 bis 300 Höhenmeter – was der Kleine größtenteils selbst bewältigt – für ein wenig Gebirgserlebnis und gute Aussicht.
So bin ich dankbar für die schönen Bergtage, die ich erleben durfte. Und gleichzeitig auch etwas enttäuscht, da viele Ziele unerreicht blieben. Mal sehen, ob es 2026 mit großen Touren wieder besser läuft.
2 Kommentare
Jan · 2. Januar 2026 um 10:01 a.m.
Hey Hannes,
total schön, dass du hier jedes Jahr so einen persönlichen Einblick in dein Bergjahr gewährst! Ich hoffe, dass du gut ins neue Jahr gerutscht bist und heuer ein wenig mehr Glück mit dem Wetter hast. 2025 war wirklich ein wenig eigenartig – vor allem an den „Sommerwochenenden“ zwischen Juni und September…
Liebe Grüße & Frohes Neues aus GAP,
Jan
Hannes · 3. Januar 2026 um 8:08 p.m.
Hallo Jan, danke Dir! Rein statistisch gehört so ein Pechjahr wohl einfach dazu. Genauso wie, dass es auch wieder besser wird.
Dir und Euch ein gutes Jahr 2026 und liebe Grüße aus dem Münchner Umland
Hannes