Sierra High Route 2 – Immer schön weitergehen

Tag 4:

Morgens, vor meinem Aufbruch machte ich den ersten Eintrag in mein Audio-Tagebuch: Werde jetzt gleich zum vierten Tag aufbrechen. Ich habe nicht so richtig den Eindruck, dass meine Form besser ist als in den letzten Tagen, was mir ein bisschen Sorge macht, da bis Frozen Lake Pass seit dem ersten Tag die meisten Höhenmeter auf mich warten und ich ja eigentlich ganz gerne auch noch über Mather Pass kommen würde, um nicht einen ganzen Tag hinter dem Zeitplan zu bleiben.

Der hakende Reissverschluss von meinem Schlafsack nervt mich unglaublich, die Streichhölzer sind scheiße, weil die ständig abbrechen oder nicht richtig zünden und der Piezo-Zünder meines Gaskochers will auch nicht. Ich hoffe jetzt mal, dass ich mit den Streichhölzern noch hinkomme, sonst muss ich auf dem John Muir Trail jemanden um Streichhölzer oder ein Feuerzeug anbetteln. Gestern dachte ich, die Isomatte hätte ein Leck, das war aber zum Glück falscher Alarm. 

Ansonsten, mal sehen… wenn ich wirklich bis Mather Pass kommen sollte, dann treffe ich heute vielleicht auch wieder jemanden; die letzten beiden Tage war das nicht der Fall. 

Hier geht es zurück zum Anfang der Geschichte, hier zum vorigen Teil.

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Sierra High Route 1 – Eine Frage des Willens

Wanderung in der Sierra Nevada vom 15.-31.08. 2011

Tag 1: 

Meine Begehung der Sierra High Route begann am 15. August, als ich wenige Minuten vor Mittag den Copper Creek Trail betrat. Ursprünglich hatte ich zum Ziel, an diesem Tag den ersten Pass zu erreichen, doch bereits ziemlich bald wurde mir klar, dass ich froh sein konnte, bis zum Einbruch der Dunkelheit wenigstens bis zum Grouse Lake zu kommen. Ich war aufgeregt, als ich die ersten Schritte ging, unausgeschlafen und unsicher, ob ich diese Herausforderung packen würde.

Hier geht es zurück zum Beginn dieser Geschichte.

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In die Tauern trauen

Bergtour am 08. – 09.07.2011

Schon länger hatte ich eine 2Tages-Tour in den Tauern geplant, sie jedoch aufgrund von zweifelhaften Wetteraussichten immer wieder verschoben. Doch dieses Wochenende war die Vorhersage nicht schlecht genug, um mich abzuhalten. Nur meinen ursprünglichen Plan zu biwakieren tauschte ich angesichts der angekündigten Gewitter lieber gegen eine Hüttenreservierung. Im Nachhinein wäre es dann eh gegangen, aber gut, hinterher ist man immer schlauer.

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Die 14 (+1) Achttausender des Osterzgebirges

Wanderung im Erzgebirge am 12.06.2011

Eigentlich wollte ich zu Pfingsten ja in die Tauern fahren, aber die Wetteraussichten haben mich davon abgehalten. Zum Glück kann man jedoch auch im Erzgebirge anspruchsvolle Touren unternehmen, z.B. die 14 Achttausender-Runde. Diese Tour wurde vor einigen Jahren von der MDR-Sendung Biwak bekannt gemacht und beinhaltet die Besteigung der 14 Gipfel rund um Altenberg, die die „magische“ Höhe von 8000 Dezimetern überschreiten. Die Tour ist inzwischen so populär, dass sie sogar in der Wanderkarte des Landesvermessungsamtes eingezeichnet ist. Beigelegt ist ein Blättchen, auf das man die auf den 14 Gipfeln verteilten Prägemarken einprägen kann, um seinen Erfolg zu dokumentieren (und an einem MDR-Gewinnspiel teilzunehmen). Insgesamt ist die Strecke ungefähr 50 km lang (wie ungefähr, sollte ich noch erfahren) und wird normalerweise in 2 Tagen gemacht. Normalerweise… aber nach erfolgreicher Teilnahme am Fichtelbergmarsch dachte ich mir, dass ich das doch bestimmt auch an einem Tag gehen kann. Und mal ehrlich: 14 Achttausender an einem Tag, ist das nicht der Traum jedes Bergsteigers?

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Sächsischer Extremsport

Organisierte Wanderung im Erzgebirge am 14.05.2011

Dass Sachsen ein bisschen verrückt sind, ist unter Kletterern wohlbekannt und wird meist mit einer ordentlichen Portion Anerkennung bemerkt. Dass Sachsen aber nicht nur beim Klettern Außerordentliches vollbringen, beweist beispielsweise der Fichtelbergmarsch, der dieses Jahr zum 7. Mal als ausgeschriebene Veranstaltung stattfand und auf eine regionale Tradition zurückgeht, von zu Hause aus den höchsten Berg Sachsens zu erwandern.

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In die Tessiner Alpen

Hüttenwanderung vom 31.07. – 04.08.2010

Seitdem ich vor Jahren einen Bericht über die Via Alta della Verzasca gelesen hatte, trug ich die Idee einer Wanderung im Tessin im Hinterkopf. Mein ursprünglicher Plan war natürlich, die Via Alta zu begehen, jedoch hörte ich etwas von Reservierungsnotwendigkeit in der Hauptsaison und das legte Menschenansammlungen nahe, denen ich in meiner Solowoche lieber aus dem Weg gehen wollte. Also suchte ich mir stattdessen mal wieder eine eigene Route zusammen – nicht ganz so spektakulär wie die Via Alta, dafür stellenweise noch unbekannter und in jedem Fall sehr schön.

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Rund um die Silvretta – und ganz oben hinauf

Hüttenwanderung mit Hochtour vom 23. – 31. 07.2009

Nachdem ich 2001 mit einem ähnlichen Vorhaben zusammen mit zwei Freunden am schlechten Wetter gescheitert war, nahm ich letztes Jahr einen neuen Anlauf. Dieses Mal von der Südseite aus und mit deutlich mehr Glück. Nahezu perfekte Bedingungen und eine glückliche Routenwahl bescherten mir eine meiner schönsten Bergwochen überhaupt. Und den Piz Linard als tolle Zugabe.

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