Hochtouren in den Walliser Alpen vom 02.-08. 08. 2009

Nach der der gelungenen Silvretta-Umrundung und einem Tag Pause traf ich mich am Abend des 02. August auf der Almageller Hütte mit Boris und Conrad. Gemeinsam wollten wir unseren ersten Alpenviertausender (bzw. für Conrad den zweiten) in Angriff nehmen. Am nächsten Tag war zunächst schlechtes Wetter, was uns aber nicht davon abhielt sehr zur Belustigung des Hüttenpersonals die Pickelselbstrettung zu üben. Als am 04. dann der Himmel wieder klar war, konnten wir entsprechend vorbereitet den Südsüdost-Grat des Weissmies in Angriff nehmen.

Los ging es im Dunkeln; hier der Blick auf den Mischabel

Los ging es im Dunkeln; hier der Blick auf den Mischabel

Am Zwischenbergenpass waren die Felsen vereist, ansonsten herrschten gute Bedingungen.

Sonnenaufgang am Zwischenbergenpass

Sonnenaufgang am Zwischenbergenpass

Blick auf den SSO-Grat des Weissmies; der Hauptgipfel ist der linke der beiden Erhebungen

Blick auf den SSO-Grat des Weissmies; der Hauptgipfel ist der linke der beiden Erhebungen

Zwischen den Felsen des Grates lag noch viel Schnee, was die einfache Kletterei (I, Stellen II) ein wenig schwieriger machte. Trotzdem kamen wir, am laufenden Seil sichernd, gut hindurch.

Klettern am SSO-Grat

Klettern am SSO-Grat

Rückblick Richtung Zwischenbergenpass

Rückblick Richtung Zwischenbergenpass

Der Firngrat war dann für mich noch einmal fordernd, da an einer Stelle sehr ausgesetzt, aber schließlich standen wir am höchsten Punkt und konnten uns über unseren Erfolg freuen. Der Abstieg erfolgte über die Aufstiegsroute.

Der untere Teil des Gipfelgrates

Der untere Teil des Gipfelgrates

Rückblick nach Südosten mit Lago Maggiore im Hintergrund

Rückblick nach Südosten mit Lago Maggiore im Hintergrund

Am darauffolgenden Tag widmeten wir uns mit mittlerem Erfolg dem Klettergarten in der Nähe der Almageller Hütte und verließen sie dann am 06.08. Conrad musste leider abreisen, so dass sich Boris und ich ohne ihn über den Blumenlehrpfad zu den Weissmieshütten aufmachten. Das Wetter war nach wie vor herrlich, so dass wir uns am 07. zum Lagginhorn aufmachten.

Die Weissmieshütten vor dem Lagginhorn: der Normalweg führt links am Grat zum Gipfel

Die Weissmieshütten vor dem Lagginhorn: der Normalweg führt links am Grat zum Gipfel

Wir nahmen den Umweg über den kompletten Westgrat, um nicht zu zweit über den Gletscher gehen zu müssen (ob das beim Lagginhorngletscher noch notwendig ist, sei dahin gestelllt). Die Kletterei stellte sich als deutlich einfacher als am Weissmies heraus, dafür aber auch etwas brüchiger.

Blick aufs Weissmies vom Westgrat des Lagginhorns

Blick aufs Weissmies vom Westgrat des Lagginhorns

Haupthindernis war ein kurzes steiles Eisstück, das wir jedoch letztlich problemlos überwanden, so dass wir uns noch vor Mittag zu unserem zweiten Viertausender gratulieren konnten. Am überraschend engen Gipfel war es kalt und windig, so dass wir recht bald den Abstieg begannen.

Am Gipfel (und nein, ich habe mich so nicht gesichert ;-)

Am Gipfel (und nein, ich habe mich so nicht gesichert 😉

Den Nachmittagsimbiss auf der sonnenbeschienen Terrasse konnten wir nach diesem Erfolg natürlich besonders genießen. Es war schöner Abschluss des erstaunlich erfolgreichen Bergjahres 2009.2012 kehrten Boris und ich ins Saastal zurück und nahmen uns einen Berg auf der Westseite des Tales vor.