Wanderung im Ammergebirge am 18.04.2013

Nach der großen Freude, die uns die letzte Feierabendtour gemacht hat, beschlossen wir, auch diese Woche nach der Arbeit dem Gebirge einen kurzen Besuch abzustatten. Neben Boris war dieses Mal auch Rainer dabei und wieder hatten wir viel Spaß.

Zwanzig nach sechs starteten wir in Bad Kohlgrub in Richtung Vorderes Hörnle. Wir wählten den Winteranstieg, der mehr Sonne versprach als die nordseitige direktere Variante. Warm war es und schon bald lief uns der Schweiß herunter, während wir über den Forstweg bergan gingen. Im Westen tauchte eine tiefstehende Sonne die Landschaft in warmes Licht, noch betont durch eine sich langsam auflösende Wolkenbank.

Das Vordere Hörnle

Blick auf die Westlichen Ammergauer

Bald schon kam die Hörnlehütte in Sicht und nach einer guten Stunde standen wir auf dem ersten von vier geplanten Gipfel, dem Vorderen Hörnle (1484m). Inzwischen hatten sich die Wolken soweit verzogen, dass wir unser erstes Gipfelbier im Sonnenschein genießen konnten. Nach einer Pause, bei der unsere Blicke meist an dem Lichtschauspiel am westlichen Himmel klebten, machten wir uns wieder auf.

Gipfelfreude

Magisches Lichtschauspiel

Unser Weiterweg: links das Hintere Hörnle, rechts dahinder der Stierkopf, in der Mitte das Mittlere Hörnle

Kurz hing es hinunter und dann einen recht steilen Schneehang hinauf zum Mittleren Hörnle (1496m). Da es der am wenigsten sonnige Gipfel war, verweilten wir nicht lange, sondern stiegen zügig durch tiefen Schnee zur Hörnle-Alm ab. Nun ging es über einen breiten, flachen Rücken ostwärts zum Hinterern Hörnle (1548m), dem höchsten Punkt der Tour.

Drei Wanderer im Tannenwald

Das Alpenvorland wurde schon dunkel, als wir unser zweites Gipfelbier aufmachten. Über dem Ammerersee hatte sich eine Gewitterwolke gebildet und gelegentlich blitzte es in der Ferne – doch hier war es trocken. Und so konnten wir in Ruhe den Blick auf Wetterstein, das von hier erstaunlich schroffe Estergebirge, Heimgarten, Jochberg und Benediktenwand genießen.

Rückblick auf Mittleres und Vorderes Hörnle

Schließlich brachen Boris und ich noch zum vierten Gipfel, dem 1535m hohen Stierkopf auf, den wir kurz nach halb neun erreichten und damit unser feierabendliches Enchainement komplettierten. Ein letztes Mal an diesem Abend genossen wir den weiten Blick auf Berg und Tal, dann begannen wir den Abstieg.

Provisorisches Gipfelkreuz am Stierkopf

Im Sattel zwischen Mittlerem und Hinterem Hörnle stieß Rainer wieder zu uns und mit einem letzten Wegebier ging es talwärts. Noch immer war es warm und ein heller Mond machte die Benutzung unserer Stirnlampen überflüssig. Von jeglichen Alltagssorgen befreit waren wir um zehn wieder am Auto. Ein weiterer gut genutzter Abend.

In Unterammergau gehen die Lichter an