Wanderung in den Lechtaler Alpen am 31.10.2022

Auf dem Weg von München ins Tiroler Oberland bietet sich eine Eingehtour am Fernpaß an. Zum Beispiel die Wanderung auf den Roten Stein, ein landschaftlich sehr schöner Bergausflug.

Um 10:00 Uhr trafen sich Franzi, Mark und ich an einem kleinen Parkplatz auf der Tiroler Seite des Fernpasses. Oben auf der Passhöhe gibt es leider keinen öffentlichen Parkplatz, obwohl eigentlich genug Platz wäre, also wichen wir einige hundert Meter aus.

Nach einem ersten wenig inspirierenden Wegstück erreichten wir das sehr schöne Kälbertal. Kleine Wiesenstücke lagen verstreut im Wald, die letzten gelben Lärchen leuchteten. Und der Kamm von Galtbergspitze bis Roter Stein bildete einen hübschen Talschluss.

Beschwingt wanderten wir durch das Tal und an dessen Ende bergauf. An der Galtberghütte (1790m) machten wir Pause und genossen die warme Sonne und den Blick auf die Mieminger, die von Sonnenspitze bis Wannig vor uns ausgebreitet lagen.

Weiter ging es über Wiesen und durch einige Latschen ins kleine Kar unter dem Roten Stein. Es war ungewöhnlich warm für Ende Oktober und ich empfand den Aufstieg als erstaunlich anstrengend. Das war kein gutes Omen, wollten wir doch am nächsten Tag auf die deutlich höhere Parseierspitze steigen.

Nun galt es aber zunächst, das heutige Ziel zu erreichen. Und trotz der Mühen war es schön, am Gipfel des Roten Steins (2366m) anzukommen, wo wir uns etwas abseits des gut besuchten Gipfelkreuzes ins Gras setzten und die Aussicht genossen. Weit ausgebreitet lagen die Ketten der Lechtaler Alpen vor uns. In diesem Gebirge war ich bislang kaum unterwegs und entsprechend fasziniert war ich von den Einblicken, die sich hier boten.

Nach einer Dreiviertelstunde machten wir uns an den Abstieg. Dieser verlief unspektakulär und 16:15 Uhr erreichten wir nach einem schönen Herbstausflug wieder den Parkplatz. Eine prima Sache, so eine Eingehtour am Fernpaß!

Daten zur Tour

  • Roter Stein (2366m), durchs Kälbertal
  • Schwierigkeit T3
  • 1250 Höhenmeter

Hannes

Ursprünglich Flachländer bin ich als Jugendlicher zufällig zur Liebe zu den Bergen gekommen. Seitdem bin ich immer wieder im Gebirge und gelegentlich auch am Meer unterwegs. Da ich schon immer gern geschrieben habe, startete ich 2010 dieses Blog, um andere Reiselustige und Bergfreunde an meinen Erlebnissen teilhaben zu lassen.

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