Vorsichtiger Felskontakt

Wandern und Klettern im Mangfallgebirge am 10.04.2016

Der Frühling hat Einzug gehalten mit einigen erstaunlich warmen Tagen. Und so wuchs der Wunsch, mal wieder Fels in die Finger zu bekommen – ein Wunsch, der am Sonntag in Erfüllung ging, wenn auch nur bei einer ganz kleinen Tour.

Als Ziel hatten sich Boris und ich Roßstein und Buchstein ausgesucht. Da der Wetterbericht erst für den Nachmittag angenehme Bedingungen in Aussicht stellte, hatten wir es nicht eilig und fanden uns so erst kurz nach halb elf am Parkplatz kurz hinter Bayerwald ein, um den Aufstieg zu beginnen. Dieser erwies sich als unspektakulär, dafür im oberen Teil erstaunlich ausgetreten. Hier muss im Sommer ja wirklich viel los sein!

Kurz nach der oberen Sonnberg-Alm kamen dann die Südwände von Roßstein und Buchstein in Sicht, die doch ziemlich beeindruckend sind. Ein Stück mussten wir hier durch tiefen Schnee stapfen, dann näherten wir uns den Wänden. Da dass Wetter noch nicht so freundlich war, wie erhofft, und auch der Fels noch ziemlich kalt, entschieden wir uns zunächst für eine ganze einfache Kletterei, den Westgrat auf die Roßsteinnadel (III).

Die Wände von Roßstein und Buchstein

Die Wände von Roßstein und Buchstein

Ganz hat sich der Winter noch nicht vertreiben lassen.

Ganz hat sich der Winter noch nicht vertreiben lassen.

Da der Einstieg zu dieser Tour auf der Nordseite liegt, musste ich in den ersten Metern noch einigen Schnee zur Seite schieben, bis ich auf dem eigentlichen Grat stand. Nach einer kurzen Stufe war ich dann auch schon am Stand (an dem ich allerdings erst vorbeistieg).

Am Einstieg ist's noch winterlich.

Am Einstieg ist’s noch winterlich.

Boris stieg dann die zweite, ein klein wenig schwierigere Seillänge vor und ging nach einem Besuch am Gipfelkreuz zum etwas unterhalb in der Nordwand gelegenen Stand, von dem aus er mich nachholte. Auch ich ging zunächst zum Gipfelkreuz, staunte über die nach dem Winter nicht mehr vertraute Ausgesetztheit und warf einen Blick ins Gipfelbuch: Immerhin zwei Seilschaften waren in diesem Jahr schon hier oben gewesen.

Hinterm Gipfelbuch noch dunkle Wolken

Hinterm Gipfelbuch noch dunkle Wolken

Boris am Gipfelstand

Boris am Gipfelstand

Hinab ging es per Abseilen, dann stapften wir durch den Schnee zurück zu unseren Rucksäcken und gingen mit diesen weiter zum Roßstein. Der einfachen und bereits gut gespurten Steig bewältigten wir problemlos, dann standen wir mit einigen anderen Bergfreunden zusammen am Gipfel des 1698m hohen Roßsteins.

Im Anstieg zum Roßstein kommt die Tegernseer Hütte in Sicht; dahinter der Buchstein.

Im Anstieg zum Roßstein kommt die Tegernseer Hütte in Sicht; dahinter der Buchstein.

Gipfeljause am Roßstein

Gipfeljause am Roßstein

Nach einer Brotzeit stiegen wir zur Tegernseer Hütte ab, deponierten dort noch einmal unsere Rucksäcke und stiegen zum Buchstein auf. Die Rinne (II) war aper, allerdings stellenweise feucht, was zusammen mit der Abgeschmiertheit Vorsicht erforderte. Am Gipfel des Buchsteins auf 1701m setzte sich auch endlich die Sonne durch, so dass es richtig angenehm wurde. Mittlerweile war es aber schon nach 16:00 Uhr, so dass wir außer einer Gipfelpause nicht mehr viel unternahmen.

Roßsteingipfel vom Buchstein aus gesehen

Roßsteingipfel vom Buchstein aus gesehen

Tiefblick zur Hütte

Tiefblick zur Hütte

Wir steigen ab.

Wir steigen ab.

Zurück am Fuße der Südwände erkundeten wir noch einige Einstiege, dann machten wir uns an den Abstieg ins Tal – nun bei bestem Wetter. Großer Sport war diese Erkundungstour nicht gerade, Spaß gemacht hat sie trotzdem.

Endlich wird das Wetter freundlicher.

Endlich wird das Wetter freundlicher.

2 Kommentare

  1. Da wart ihr ein paar Tage zu früh. Gestern wäre es gut gegangen. Wir waren aber nur wandern (Schönberg-Buchstein mit den umliegenden Gipfeln).

    • Hannes
      Hannes

      18. April 2016 at 11:11 am

      Tja, leider hatte ich dieses Wochenende keine Zeit, in die Berge zu gehen. Und nächstes wird das Wetter wieder schlecht…

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