Skitour in den Stubaier Alpen am 21.04.2018

Die aktuelle Skitourensaison war wahrscheinlich die beste seit 5 Jahren. Und ging verletzungsbedingt vollständig an mir vorbei. Nachdem ich nun wieder einigermaßen einsatzfähig bin, musste ich das – trotz 25°C – noch mal für einen Ausflug auf die Bretter nutzen.

Die Auswahl für diese Rekonvaleszenz-Skitour fiel letztlich auf den Zischgeles im Sellrain. Ich hatte ursprünglich etwas Ausgefalleneres im Sinn, doch da die hohen Temperaturen auch erhöhte Lawinengefahr mit sich bringt, war ich letztendlich lieber konservativ.

Nach dem für Frühjahrsskitouren typischen und schmerzhaften frühen Aufstehen startete ich 07:15 Uhr in Praxmar. Schön war es, nach den subalpinen Wühltouren der letzten Wochen wieder im „richtigen“ Gebirge unterwegs zu sein. Der Himmel war wolkenlos, der Firn noch hart – so soll es sein im Frühjahr auf Ski.

Perfekte Skihänge auf dem Weg zum Zischgeles

Perfekte Skihänge auf dem Weg zum Zischgeles

Auch das Wetter war ziemlich perfekt.

Auch das Wetter war ziemlich perfekt.

Natürlich war ich hier nicht alleine unterwegs und kam auch mit einer Gruppe Tiroler zwischendurch ins Gespräch. Überhaupt waren fast nur Einheimische unterwegs, was auch dazu führte, dass das Durchschnittstempo ziemlich hoch lag und ich mit Vielen nicht mithalten konnte. Die sind einfach zu fit, diese Tiroler!

Dieser Lawinenkegel war ein paar Tage alt und mahnte zur Vorsicht.

Dieser Lawinenkegel war ein paar Tage alt und mahnte zur Vorsicht.

Auf meinem Niveau kam ich aber gut voran und erfreute mich an diesem ersten Skiaufstieg des Jahres. Erst kurz vor dem Skidepot ließ die Kraft höhenbedingt etwas nach, aber nun war es auch nicht mehr weit und nach knapp drei Stunden konnte ich mich zu einigen anderen Skitourengehern unters Gipfelkreuz auf 3005m setzen und den herrlichen Rundblick genießen. Besonders die nahe Grubenwand stach ins Auge, sowie die Schöntalspitze und natürlich der Lüsener Fernerkogel (habe ich diesen ewigen Nordgrat wirklich vor 2 Jahren begangen?).

Die Fernsicht war prima.

Die Fernsicht war prima.

Der nette kleine Gipfelaufbau des Zischgeles

Der nette kleine Gipfelaufbau des Zischgeles

Nach einer Brotzeit und zahlreichen Fotos brach ich wieder auf zum Skidepot. Ich war gespannt, wie die Abfaht werden würde. Und angesichts der mangelnden Übung wurde sie erstaunlich gut. Ein richtig guter Skifahrer werde ich in diesem Leben wahrscheinlich nicht mehr, aber ich fand mich schnell zurecht und kam gut hinunter. Das lag sicher auch am hier oben wirklich prima zu fahrenden Firn.

Am Gipfel

Am Gipfel

Die Vordere Grubenwand schaut recht rassig aus.

Die Vordere Grubenwand schaut recht rassig aus.

Allerlei Sellrainer Gipfelprominenz

Allerlei Sellrainer Gipfelprominenz

Unterhalb ca. 2300m wurde dieser dann deutlich schlechter und der Firnspaß wurde zu Wasserskifahren der übleren Sorte. War nicht so doll, half aber nix. Gegen 11:45 Uhr war ich schließlich zurück in Praxmar und freute mich sehr über diese erste (und letzte?) Skitour in diesem Jahr. Da hatte sich das frühe Aufstehen doch noch mal gelohnt!

Oben war der Firn super zu fahren.

Oben war der Firn super zu fahren.

Und unten war schon Frühling.

Und unten war schon Frühling.