Wanderung im Karwendel am 08.11.2020

Das Karwendel bietet bekanntlich beliebige Möglichkeiten für abenteuerliche Bergerlebnisse. Man kann aber auch ganz gemütlich wandern gehen. Zum Beispiel zum Seinskopf oberhalb von Krün.

So gerne ich auch anspruchsvolle Touren mache – ab und zu ist es auch schön, einfach wandern zu gehen. Dementsprechend hatten sich Birgit, Boris und ich für diesen Tag eine Tour vorgenommen, die nicht schwierig ist, aber trotzdem landschaftlich reizvoll.

Los ging es gegen neun am Wanderparkplatz an der Isarschleife zwischen Krün und Mittenwald. An der Seinsschlucht vorbei wanderten wir von hier aus zunächst nach Osten. Auf ca. 1150m zweigt dann linkerhand der Steig zum Seinskopf ab. Steil geht es hier die Südflanke hinauf. Die Sonne schien bereits voll hinein und es wurde erstaunlich warm.

So ganz in Topform waren wir heute alle drei nicht, aber es ging schon. Auf einem der ersten Latschenköpfe machten wir Brotzeit und genossen den Blick aufs nördliche Karwendel rund um Westliche Karwendelspitze und Tiefkarspitze.

Anschließend wanderten wir über den 1855m hohen Lausberg zum Signalkopf. Hier war schon ziemlich viel los, trotzdem gönnten wir und den kurzen verkrampten Abstecher zum Signalgipfel des Signalkopfes, bevor wir den grandiosen Hauptgipfel (1895m) und dessen Gipfellatsche besuchten.

Wir folgten nun zunächst dem Weg nach Norden, bevor wir abwichen, um den direkten Nordgrat des Seinskopf-Westgipfels zu begehen. Eine alpine Großtat. Natürlich. Hat dieser Grasrücken doch bis zu – na ja, sagen wir mal 30° Steigung. Doch unerschüttert zogen wir das durch und spazierten anschließend weiter zum Hauptgipfel (1961m). Gegenüber, auf der Schöttelkarspitze, war offensichtlich gerade die Hölle los, und auch hier waren wir nicht allein.

Auch den ruhigen Ostgipfel besuchten wir noch und fanden dort ein prima Plätzchen, um uns ins Gras zu legen und uns die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen. So soll es sein. Anschließend stiegen wir ab zur Schafkehre und folgten dem Weg zur Ochsenalm. Der Rest war dann nur noch Forstweg-Gehatsche


Hannes

Hannes

Ursprünglich Flachländer bin ich als Jugendlicher zufällig zur Liebe zu den Bergen gekommen. Seitdem bin ich immer wieder im Gebirge und gelegentlich auch am Meer unterwegs. Da ich schon immer gern geschrieben habe, startete ich 2010 dieses Blog, um andere Reiselustige und Bergfreunde an meinen Erlebnissen teilhaben zu lassen.

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